
Eine starke Arbeitgebermarke wahrnehmen
Arbeitgebermarke stärken: Eine präzise Vorgehensweise
In einer zunehmend kompetitiven Arbeitswelt ist es für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entscheidend, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Eine starke Arbeitgebermarke kann dabei helfen, qualifizierte Talente zu gewinnen und zu halten. Der Kerngedanke ist klar: Eine durchdachte Strategie zur Stärkung der Arbeitgebermarke schafft Vertrauen und zieht die richtigen Kandidaten an.
Typische Fehler und deren Korrektur
Ein häufiger Fehler ist das Fehlen einer klaren und einheitlichen Kommunikationsstrategie. Sind die Botschaften, die nach aussen getragen werden, inkonsistent oder gar widersprüchlich, so leidet die Glaubwürdigkeit der Arbeitgebermarke. Zur Korrektur sollte ein Leitbild entwickelt werden, das die wesentlichen Werte und Ziele des Unternehmens festhält. Dieses Leitbild sollte konsistent in allen Kommunikationskanälen, sei es in Stellenanzeigen, auf der Unternehmenswebseite oder in sozialen Medien, integriert werden.
Ein weiterer verbreiteter Fehler besteht darin, interne und externe Kommunikationswege zu vernachlässigen. Mitarbeiter sind wesentliche Botschafter einer Marke. Wird ihre Stimme nicht gehört oder sind sie schlecht informiert, kann dies die Glaubwürdigkeit und Attraktivität des Unternehmens verringern. Um dies zu korrigieren, sollten regelmässige interne Kommunikationsplattformen etabliert werden, wie beispielsweise Townhall-Meetings oder interne Newsletter. So fühlen sich Mitarbeitende eingebunden und informiert.
Schliesslich ist ein oft übersehener Fehler die Vernachlässigung der Bewerbererfahrung. Ein komplizierter Bewerbungsprozess oder fehlende Rückmeldungen können Talente schnell abschrecken. Eine Korrektur erfordert die Überarbeitung des Einstellungsprozesses: Ein transparentes und einfaches System mit regelmässigem Feedback und klar definierten Zeitrahmen kann hier schnell eine Verbesserung bewirken.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
In den nächsten zwei Wochen ist der erste Schritt die Evaluation der aktuellen Arbeitgebermarke. Sammeln Sie Rückmeldungen von aktuellen Mitarbeitenden und analysieren Sie externe Wahrnehmungen, zum Beispiel durch Umfragen oder Bewertungsplattformen.
Parallel dazu sollten die Unternehmenswerte klar definiert und schriftlich festgehalten werden. Teilen Sie diese in einem internen Meeting und diskutieren Sie deren Bedeutung und Implementierung im Alltag. Diese Werte dienen als Grundpfeiler für die Arbeitgebermarke.
Innerhalb von 30 Tagen sollte ein Plan zur Harmonisierung der Unternehmenskommunikation erstellt werden. Überprüfen Sie sämtliche extern übermittelten Informationen: Webseite, soziale Medien, Stellenanzeigen und Firmenprofile auf Jobportalen. Achten Sie darauf, dass die Unternehmenswerte konsistent eingebunden werden.
Abschliessend führen Sie eine Überprüfung des Bewerbungsprozesses durch. Simulieren Sie den Prozess aus Sicht eines Bewerbers, um Schwachstellen zu identifizieren. Basierend auf dieser Analyse sollten im nächsten Monat gezielte Verbesserungen eingeleitet werden, um die Bewerbererfahrung zu optimieren.
Diese Schritte zielen darauf ab, eine kohärentere und wirkungsvollere Arbeitgebermarke zu etablieren, die langfristig dazu beitragen wird, die besten Talente anzuziehen und zu binden.