End-to-End-Prozessautomatisierung meistern

Autor: Roman Mayr

End-to-End-Prozessautomatisierung meistern

Hyperautomation ·

Hyperautomation wird als ein entscheidender Schritt angesehen, um End-to-End-Prozesse in Unternehmen vollständig zu automatisieren. Doch während das Ziel klar ist, den gesamten Geschäftsprozess von Anfang bis Ende nahtlos und effizient zu gestalten, scheitern viele derartige Initiativen an häufig vermeidbaren Fehlern. Dieser Artikel beleuchtet typische Stolpersteine und bietet praxisnahe Lösungsansätze sowie eine Handlungsanleitung für die kommenden Wochen.

Kernaussage: Die vollständige Automatisierung von End-to-End-Prozessen erfordert nicht nur technologische Anpassungen, sondern vor allem auch ein systematisches Vorgehen bei der Umsetzung.

Typische Fehler und deren Korrekturen


  1. Fehlende Prozessanalyse: Eines der Hauptprobleme bei der Automatisierung von End-to-End-Prozessen ist das Fehlen einer gründlichen, detaillierten Prozessanalyse. Oft wird voreilig versucht, Prozesse zu automatisieren, ohne vollständig zu verstehen, wie diese derzeit ablaufen und welche Schritte tatsächlich automatisiert werden sollten.

Korrektur: Bevor Sie mit der Automatisierung beginnen, führen Sie eine umfassende Analyse der bestehenden Prozesse durch. Identifizieren Sie dabei jede einzelne Prozesskomponente, ihren Zweck und ihre Wechselwirkungen. Verwenden Sie dafür Prozessmapping-Tools, um einen klaren Überblick zu erlangen.
  1. Unzureichende Technologieintegration: Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die unzureichende Integration der eingesetzten Automatisierungstools in die bestehende IT-Landschaft. Dies führt nicht nur zu Ineffizienzen, sondern auch zu potenziellen Sicherheitslücken.

Korrektur: Wählen Sie Automatisierungstechnologien, die mit den bereits verwendeten Systemen kompatibel sind. Testen Sie die Integrationen gründlich in einem kontrollierten Umfeld, bevor Sie diese in den produktiven Betrieb überführen. Berücksichtigen Sie die Schnittstellen und Datenflüsse zwischen verschiedenen Systemen und Tools.
  1. Unzureichende Schulung der Mitarbeitenden: Selbst die beste Technologie kann scheitern, wenn die Mitarbeitenden nicht angemessen geschult sind. Unzureichende Schulungen führen zu Fehlbedienungen und Frustration im Team.

Korrektur: Entwickeln Sie einen umfassenden Schulungsplan, der auf die täglichen Arbeitsabläufe der Mitarbeitenden zugeschnitten ist. Regelmässige Workshops und Schulungseinheiten stellen sicher, dass alle Beteiligten mit den neuen Systemen vertraut sind und diese effektiv nutzen können.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  • Tage 1–7: Starten Sie mit einer detaillierten Prozessanalyse. Sammeln Sie alle relevanten Informationen über die bestehenden Prozesse und visualisieren Sie diese mittels Prozessmapping. Beraten Sie sich mit den Prozessverantwortlichen, um ein vollständiges Bild zu erhalten.
  • Tage 8–14: Basierend auf der Prozessanalyse, identifizieren Sie die am besten geeigneten Automatisierungstools. Planen Sie gezielt die Integration in Ihre IT-Umgebung und führen Sie erste Tests durch.
  • Tage 15–21: Entwickeln Sie einen detaillierten Schulungsplan. Führen Sie initiale Schulungen mit den wichtigsten Nutzern und Schlüsselpersonen durch, um wertvolles Feedback zu erhalten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
  • Tage 22–30: Beginnen Sie mit der schrittweisen Umstellung auf die automatisierten Prozesse im Echtbetrieb. Starten Sie mit einem Pilotprojekt in einem ausgewählten Prozessbereich und erweitern Sie die Automatisierung stufenweise, gestützt durch kontinuierliche Schulungs- und Anpassungsmassnahmen.

Durch die Vermeidung der genannten Fehler und ein strukturiertes, planvolles Vorgehen lässt sich die Automatisierung von End-to-End-Prozessen effektiv und nachhaltig umsetzen. Dies trägt nicht nur zur Effizienzsteigerung bei, sondern erhöht auch die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens in der sich rasch digitalisierenden Geschäftswelt.