
Engpässe in Geschäftsprozessen frühzeitig erkennen
Engpässe in Geschäftsprozessen stellen eine weitverbreitete Herausforderung für Schweizer KMUs dar. Diese Engpässe können die Effizienz mindern und die Kosten steigern. Es ist von entscheidender Bedeutung, diese frühzeitig zu identifizieren und erfolgreich zu beheben, um den reibungslosen Ablauf interner Abläufe sicherzustellen.
Typische Fehler bei der Erkennung und Behebung von Engpässen
Ein häufig anzutreffender Fehler ist der ausschliessliche Fokus auf offensichtliche Probleme. Viele Unternehmen konzentrieren sich auf gut sichtbare Schwierigkeiten, übersehen jedoch weniger auffällige, aber ebenso wichtige Engpässe. Ein ständiges Monitoring aller Prozessschritte, nicht nur der vermeintlich problematischen, ist essenziell.
Ein weiterer Fehler ist die Annahme, dass die Erhöhung der Arbeitskräfte oder Ressourcen sämtliche Engpässe beseitigen kann. Vielmehr kann dies zu einer unausgewogenen Verteilung der Ressourcen führen, die das Problem sogar verschärfen kann. Eine detaillierte Analyse der Ursachen ist daher unumgänglich, bevor Massnahmen eingeleitet werden.
Schliesslich besteht die Gefahr, dass Massnahmen getroffen werden, ohne das Team einzubeziehen. Dies kann zu unzureichendem Verständnis und fehlender Unterstützung seitens der Mitarbeitenden führen. Der Einbezug aller relevanten Mitarbeiter in den Optimierungsprozess kann helfen, praktikable Lösungen zu entwickeln und die Akzeptanz von Veränderungsmassnahmen zu erhöhen.
Korrektur der typischen Fehler
Eine umfassendere Betrachtung der Prozessketten kann durch den Einsatz von Prozessmapping-Techniken erzielt werden. Diese helfen dabei, alle Prozessschritte zu visualisieren, einschliesslich potenzieller Engpässe, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind.
Bevor zusätzliche Ressourcen bereitgestellt werden, sollten Unternehmen die Ursachenanalyse intensivieren. Werkzeuge wie die 5-Why-Methode oder Fishbone-Diagramme können dabei unterstützend wirken, um die Wurzel des Problems zu identifizieren.
Um das Team erfolgreich einzubinden, sind regelmässige Workshops und offene Feedbackrunden besonders effektiv. Diese ermöglichen es den Mitarbeitenden, ihre Sichtweisen und Ideen zur Prozessverbesserung aktiv einzubringen.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Erste Wochen (Tag 1–7): Prozessmapping durchführen
- Zweite Wochen (Tag 8–14): Ursachenanalyse durchführen
- Dritte bis vierte Woche (Tag 15–30): Implementierung und Evaluation
Durch die Befolgung dieser Schritte können KMUs innerhalb eines Monats entscheidende Fortschritte bei der Optimierung ihrer Prozesse erzielen und eine gesteigerte betriebliche Effizienz erreichen.