Entscheidungskraft in bewegten Zeiten stärken

Autor: Roman Mayr

Entscheidungskraft in bewegten Zeiten stärken

Change Leadership ·

Mutige Entscheidungen sind für Unternehmen essenziell, um in einem sich stetig verändernden Marktumfeld erfolgreich zu agieren. Besonders für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in der Schweiz kann die Fähigkeit, entschlossen zu handeln, entscheidend für das Überleben und Gedeihen sein. Dieser Artikel beleuchtet typische Fehler im Entscheidungsprozess und bietet konkrete Schritte zur Verbesserung.

Fehler bei der Entscheidungsfindung

Ein häufiger Fehler ist die Tendenz zur Überanalyse, auch bekannt als "Paralysis by Analysis". Entscheider sammeln endlose Daten und Meinungen, bis sie sich schliesslich in der Informationsflut verlieren und letztlich keine Entscheidung treffen. Um dies zu vermeiden, sollte ein KMU klare Kriterien für die Datensammlung setzen und diese strikt einhalten. Fokussieren Sie sich nur auf entscheidungsrelevante Informationen und setzen Sie Fristen für die Analysephase.

Ein weiterer Fehler ist die Angst vor dem Scheitern, die viele Entscheider lähmt. Die Unsicherheit über den Ausgang einer Entscheidung führt oft zu einem Zögern oder gar zu einem Ausweichen. Mut erfordert hier, mögliche negative Konsequenzen offen zu akzeptieren, aber auch die Chancen zu erkennen. Ein gesunder Umgang mit Risiken beinhaltet die Entwicklung von Notfallplänen, um im Falle eines Misserfolges vorbereitet zu sein und schnell reagieren zu können.

Ein dritter Fehler ist die Ignoranz gegenüber alternativen Ansätzen. Entscheider neigen dazu, auf bewährte Methoden zurückzugreifen, anstatt neue Wege auszuprobieren. Dies kann durch die offene Einbeziehung von Teammitgliedern mit unterschiedlichen Perspektiven und Fachkenntnissen korrigiert werden. Fördern Sie eine Kultur, in der innovative Ideen willkommen sind und ermutigen Sie Ihr Team, divergente Denkweisen aktiv einzubringen.

Handlungsempfehlungen für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analysephase begrenzen: Setzen Sie feste Zeitrahmen für das Sammeln und Analysieren von Daten. Beginnen Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen mit einer Entscheidungsvorlage, die klar definiert, welche Informationen erforderlich sind und bis wann sie gesammelt werden.
  2. Risikomanagement stärken: Entwickeln Sie in den kommenden 20 Tagen für mindestens eine bevorstehende Entscheidung einen Notfallplan. Identifizieren Sie potenzielle Risiken und legen Sie einen Plan B fest. Dies wird Ihre Entscheidungsbereitschaft fördern.
  3. Teamkultur fördern: Planen Sie innerhalb der nächsten 30 Tage ein Workshop oder eine Teambesprechung ein, um alternative Denkansätze und Ideen zu diskutieren. Fördern Sie dabei die Beteiligung aller Teammitglieder und ermutigen Sie sie, ihre Meinungen offen zu teilen und zu vertreten.

Durch das bewusste Begrenzen der Analysephase, die Verstärkung des Risikomanagements und die Förderung einer offenen Teamkultur können KMU in der Schweiz ihre Entscheidungsfindung erheblich verbessern und mutigere, fundierte Entscheidungen treffen.