Erfolg durch Analyse von Kundendialogen sicherstellen

Autor: Roman Mayr

Erfolg durch Analyse von Kundendialogen sicherstellen

Conversational Analytics ·

Conversational Analytics als Schlüssel zur Messung von Kundenzufriedenheit

Die Fähigkeit, die Kundenzufriedenheit innerhalb von Dialogen präzise zu messen, ist für Schweizer KMUs von entscheidender Bedeutung. Conversational Analytics bietet hier wertvolle Einblicke, indem es ermöglicht, Interaktionen zwischen Kunden und Unternehmen systematisch zu analysieren und zu bewerten. Durch den gezielten Einsatz dieser Technologie können Geschäftsprozesse optimiert und die Zufriedenheit der Kundschaft nachhaltig gesteigert werden. Doch wie bei allen datenbasierten Ansätzen gibt es typische Fallen, die es zu vermeiden gilt.

Typische Fehler bei der Nutzung von Conversational Analytics

Unzureichende Datenquantität: Einer der häufigsten Fehler besteht darin, zu wenig qualitative Daten zu sammeln. Nur wenn genügend Interaktionen analysiert werden, können statistisch valide Schlüsse gezogen werden. Kleinere Unternehmen neigen dazu, sich auf einen zu kleinen Datenpool zu verlassen, der keine verlässlichen Aussagen zulässt.

Korrektur: Es sollte sichergestellt werden, dass über alle verfügbaren Kommunikationskanäle hinweg ausreichend Daten erfasst werden. Die Integration von mehreren Plattformen wie E-Mail, Chat und sozialen Medien trägt dazu bei, ein umfassenderes Bild der Kundenzufriedenheit zu erhalten.

Fehlende kontextuelle Analyse: Ein weiterer häufiger Fehler ist die isolierte Betrachtung von Datenpunkten ohne Berücksichtigung des zugrundeliegenden Kontexts. Sprachliche Nuancen und emotionale Untertöne bleiben unberücksichtigt, was zu Fehlschlüssen führen kann.

Korrektur: Die Analyse sollte immer auch den Kontext der Kommunikation einbeziehen. Technologien zur Sentiment-Analyse können helfen, die emotionale Lage des Kunden besser zu verstehen. Eine Verbindung von quantitativen und qualitativen Daten ermöglicht eine tiefere Einsicht.

Unzureichende Definition von Metriken: Oftmals fehlt es an klar definierten Metriken, um Kundenzufriedenheit in Gesprächen zu messen. Vage oder ungenaue Metriken führen zu unklaren Ergebnissen.

Korrektur: Definieren Sie klare und spezifische Metriken, die direkt an die Ziele Ihres Unternehmens geknüpft sind. Beispiele könnten die durchschnittliche Antwortzeit, die Abbruchrate oder der Net Promoter Score innerhalb von Dialogen sein.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

Tag 1–7: Sammlung und Integration von Datenquellen
Beginnen Sie damit, alle relevanten Kommunikationskanäle zu identifizieren und in ihr Conversational Analytics System zu integrieren. Stellen Sie sicher, dass Sie eine breite und repräsentative Datenbasis erhalten.

Tag 8–14: Definition von Metriken und KPIs
Erarbeiten Sie zusammen mit Ihrem Team die spezifischen Metriken, die für Ihr Geschäftsmodell entscheidend sind. Überprüfen Sie, ob Ihre Metriken eindeutig definiert und messbar sind.

Tag 15–21: Analyse und Kontextualisierung
Starten Sie mit der ersten Runde der Datenanalyse. Achten Sie darauf, den Kontext der erhobenen Daten einzubeziehen. Hierbei kann es sich lohnen, Experten aus dem Bereich Data Science oder Linguistik hinzuzuziehen, um tiefergehende Einblicke zu gewinnen.

Tag 22–30: Ableitung von Maßnahmen und Weiterentwicklung
Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen, leiten Sie konkrete Massnahmen ab, um die Kundenzufriedenheit zu optimieren. Erstellen Sie einen Plan zur kontinuierlichen Verbesserung dieses Prozesses und evaluieren Sie regelmässig die Effektivität der umgesetzten Strategien.

Durch das systematische Vorgehen bei der Implementierung und Nutzung von Conversational Analytics können KMUs präziser messen und letztlich auch steigern, wie zufrieden ihre Kunden mit den bereitgestellten Dienstleistungen und Produkten sind.