Erfolgreiche Ausrichtung mit OKR-Frameworks

Autor: Roman Mayr

Erfolgreiche Ausrichtung mit OKR-Frameworks

OKR & Zielmanagement ·

Kernaussage: Erfolgreiches Alignment, also die Ausrichtung aller Unternehmensbereiche auf gemeinsame Ziele, ist entscheidend für die Effektivität von OKR-Frameworks.

Die erfolgreiche Implementierung des OKR-Systems (Objectives and Key Results) hängt massgeblich davon ab, wie gut täglich operative Aufgaben mit langfristigen strategischen Zielen abgestimmt sind. Ein Hauptziel des OKR-Ansatzes ist es, über alle Hierarchieebenen hinweg Transparenz und Klarheit zu schaffen, sodass jeder Mitarbeitende den Beitrag seiner Tätigkeit zum Gesamterfolg des Unternehmens versteht.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Fehlende Kommunikation über Ziele hinweg: Ein häufiger Fehler liegt in der mangelhaften Kommunikation zwischen den verschiedenen Teams. Oftmals werden Ziele festgelegt, ohne klarzustellen, wie diese mit den übergeordneten Unternehmenszielen verknüpft sind. Korrektur: Implementieren Sie regelmässige Informationsflüsse und Meetings, in denen Unternehmensziele und deren Verhältnis zu den Teamzielen besprochen werden. Dies kann durch wöchentliche Updates oder monatliche Alignment-Sitzungen geschehen, um eine fortlaufende Abstimmung zu gewährleisten.
  2. Starre Zielsetzungen: Ziele, die sich aufgrund von Marktveränderungen oder neuen Technologien überholt haben, werden oft nicht angepasst. Dies führt zu einem Missverhältnis zwischen Unternehmensprozessen und realen Herausforderungen. Korrektur: Etablieren Sie eine Kultur der Flexibilität, indem Sie Quartalsbewertungen einführen, die Überprüfungen und Anpassungen der Ziele ermöglichen. Ein solcher dynamischer Ansatz gewährleistet, dass alle Abteilungen stets auf aktuelle Entwicklungen reagieren können.
  3. Unklare Verantwortlichkeiten: Eine unzureichende Definition von Verantwortlichkeiten kann dazu führen, dass Teams aneinander vorbeiarbeiten, was das Alignment stark beeinträchtigt. Korrektur: Klar abgegrenzte Rollen und Verantwortlichkeiten sollten festgelegt werden. Ein systematischer Ansatz mit RACI-Matrizen (Responsible, Accountable, Consulted, Informed) kann hier Abhilfe schaffen und sicherstellen, dass jeder Mitarbeitende seine Rolle innerhalb der Zielstruktur kennt und versteht.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

Erste 14 Tage:


  1. Analyse und Vorbereitung: Beginnen Sie mit einer detaillierten Analyse der bestehenden Zielstruktur und Kommunikationsprozesse. Führen Sie Interviews mit Schlüsselpersonen aus allen Abteilungen, um ein Verständnis für den aktuellen Stand des Alignments zu gewinnen.
  2. Festlegung der Kommunikationsstruktur: Definieren Sie klare Kommunikationskanäle und planen Sie die ersten Abstimmungsmeetings. Nutzen Sie dabei bestehende Tools effizient oder führen Sie gegebenenfalls Softwarelösungen wie OKR-Tracking-Software ein.

Zweite 14 Tage:


  1. Schulungen und Workshops: Initiieren Sie Schulungsveranstaltungen und Workshops, um Mitarbeitende über den Nutzen von flexibel angepassten Zielen und klaren Verantwortlichkeiten zu informieren.
  2. Implementierung der Anpassungen: Setzen Sie die geplanten Änderungen in die Praxis um. Halten Sie die ersten Meetings ab und führen Sie Audit-Prozesse ein, um die Einhaltung der neuen Regeln zu überwachen.
  3. Feedback-Schleife: Schlussendlich sollten Sie eine kontinuierliche Feedback-Schleife etablieren, bei der sowohl der Fortschritt der Massnahmen überprüft als auch weitere Feinjustierungen vorgenommen werden können.

Durch eine strukturierte Herangehensweise wird das Alignment innerhalb des Unternehmens gestärkt, was die Zielerreichung effizienter und nachhaltiger gestaltet.