Erfolgreiche Digitalisierung durch Wandelbegleitung

Autor: Roman Mayr

Erfolgreiche Digitalisierung durch Wandelbegleitung

Digitale Transformation ·

Die digitale Transformation ist für viele KMU in der Schweiz ein unabdingbarer Schritt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein zentraler Aspekt dieser Transformation ist der organisatorische Wandel, der mit der Einführung neuer Technologien einhergeht. Der Beginn jeder erfolgreichen digitalen Transformation liegt im gänzlichen Begleiten des Wandels.

Kernaussage: Erfolgreiche Digitalisierung benötigt echtes Engagement für den Veränderungsprozess

Die digitale Transformation ist mehr als die Einführung neuer Technologien. Sie erfordert eine Veränderung der Unternehmenskultur und der Arbeitsprozesse. Ein unzureichend begleiteter Wandel kann erhebliche Probleme und letztlich das Scheitern des Digitalisierungsprojekts verursachen.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Fehler: Vernachlässigung der Mitarbeiterkommunikation
In vielen Fällen wird der Fokus dermassen intensiv auf die Technologie gelegt, dass die Bedeutung der transparenten Kommunikation mit den Mitarbeitenden übersehen wird. Dies kann zu Unsicherheit, mangelndem Engagement und Widerstand führen.
Korrektur: Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeitenden regelmässig informiert werden. Nutzen Sie dafür verschiedene Kanäle wie Meetings, E-Mails und firmeninterne Foren. Erläutern Sie klar, welche Veränderungen erwartet werden und wie diese den Arbeitsalltag beeinflussen. Betonung auf offener Feedback-Kultur ist entscheidend.
  1. Fehler: Fehlendes Schulungskonzept
Häufig wird angenommen, dass die Mitarbeitenden die neuen Systeme intuitiv nutzen können oder die Schulungen werden erst nach Einführung neuer Technologien durchgeführt. Dies kann zu Frustration und ineffizienter Nutzung der neuen Technologien führen.
Korrektur: Entwickeln Sie ein umfassendes Schulungskonzept, welches vor und während der Transformation umgesetzt wird. Dies sollte sowohl technische Schulungen als auch Fortbildungen zur Anpassung von Arbeitsprozessen beinhalten. Erfahrene Mitarbeiter können als „digitale Botschafter“ agieren und ihre Kolleginnen und Kollegen beim Lernprozess unterstützen.
  1. Fehler: Keine klare Zieldefinition
Ohne klar definierte Ziele kann der digitale Wandel an Fokus und Effektivität verlieren. Viele KMUs starten Transformationsprojekte ohne messbare Zielvorgaben, was letztlich zu Enttäuschungen führen kann.
Korrektur: Setzen Sie von Anfang an konkrete, messbare und realistische Ziele. Dies könnte die Erhöhung der Produktionseffizienz, die Verbesserung der Kundenkommunikation oder die Verkürzung von Bearbeitungszeiten sein. Die Fortschritte sollten regelmässig überwacht und gegebenenfalls die Ziele angepasst werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  • Erstellen Sie einen Kommunikationsplan: Innerhalb der ersten Woche sollten Sie einen detaillierten Plan für die Kommunikation des Wandels entwickeln. Dieser sollte alle betroffenen Abteilungen einschliessen und konkrete Zeitpunkte für Updates und Feedbackrunden festlegen.
  • Organisieren Sie Schulungssitzungen: In den ersten 14 Tagen planen und beginnen Sie mit der Durchführung von Schulungen. Analysieren Sie die bestehenden Fähigkeiten der Mitarbeitenden und passen die Programme entsprechend an. Achten Sie darauf, Schulungsunterlagen und -ressourcen leicht verfügbar zu machen.
  • Zielsetzungs-Workshop durchführen: Innerhalb von 30 Tagen führen Sie einen Workshop mit Führungskräften und wichtigen Stakeholdern durch. Ziel ist es, die kurz- und mittelfristigen Ziele der digitalen Transformation festzusetzen. Halten Sie diese schriftlich fest und kommunizieren Sie sie an alle Mitarbeitenden.

Eine gut vorbereitete und eng begleitete Transformation erhöht nicht nur die Akzeptanz neuer Technologien, sondern fördert auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens im digitalen Zeitalter.