
Erfolgsfaktoren bei Data Mesh Governance
Kernaussage: Governance ist der Schlüssel zur erfolgreichen Implementierung von Data Mesh in einem Unternehmen. Eine gut definierte Governance-Struktur gewährleistet, dass Daten als Produkt behandelt werden und fördert Eigenverantwortung sowie Interoperabilität zwischen verschiedenen Datenbereichen.
Data Mesh, ein relativ neues Paradigma in der Datenarchitektur, bietet eine vielversprechende Alternative zu zentralisierten Datenplattformen. Es verschiebt die Verantwortung für Datenverwaltung auf die jeweiligen domänenspezifischen Teams, wodurch eine effizientere und reaktivere Datenbereitstellung ermöglicht wird. Der Erfolg eines Data Meshs hängt jedoch massgeblich von einer gut durchdachten Governance-Strategie ab. Ohne diese kann man nicht nur in regelmässigen betrieblichen Abläufen durcheinander geraten, sondern auch Compliance-Risiken heraufbeschwören.
Typische Fehler bei der Implementierung von Data Mesh Governance
Fehler Nummer eins: Unklare Zuständigkeiten. Es ist weit verbreitet, dass Unternehmen versäumen, klare Verantwortlichkeiten für die Datenpflege innerhalb der Domänen zu definieren. Ohne ein festgelegtes Governance-Framework, das festhält, wer welche Datenqualität sicherstellen und Verbesserungen umsetzen muss, besteht das Risiko von Dateninkonsistenzen und Doppelarbeit.
Korrektur: Entwickeln Sie ein Rahmenwerk für Verantwortung und Rechenschaftspflicht, das klar definiert, welche Rollen in der Verwaltung, Pflege und Sicherstellung der Datenqualität aktiv sind. Berücksichtigen Sie dabei sowohl domänenspezifische als auch plattformweite Verantwortlichkeiten.
Fehler Nummer zwei: Vernachlässigung der Interoperabilität. Data Mesh ermöglicht eine dezentrale Datenverwaltung, aber ohne die Berücksichtigung von Interoperabilität zwischen den Datenprodukten verschiedener Domänen besteht das Risiko von Datensilos und inkonsistenten Datenformaten.
Korrektur: Implementieren Sie Standards und Protokolle, die eine reibungslose Datenkommunikation zwischen verschiedenen Domänen ermöglichen. Im Rahmen der Governance sollten verbindliche Richtlinien für Datenformate und Schnittstellen etabliert werden, um die Interoperabilität zu gewährleisten.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Analyse der aktuellen Datenarchitektur (Tage 1-3): Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse der bestehenden Datenarchitektur und identifizieren Sie die dominierenden Domänen. Erforschen Sie bestehende Datenströme und -interaktionen.
- Definieren Sie ein Governance-Modell (Tage 4-7): Entwickeln Sie ein formales Governance-Modell, das die Verantwortlichkeiten und Rollen klar zuordnet. Stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten ein tieferes Verständnis ihrer Verantwortlichkeiten haben.
- Standards für Interoperabilität entwickeln (Tage 8-11): Arbeiten Sie an den Standards, die für eine reibungslose Interoperabilität erforderlich sind. Dies beinhaltet die Definition von Datenformaten, Protokollen und Schnittstellen.
- Stakeholder-Kommunikation und -Schulung (Tage 12-18): Kommunizieren Sie das Governance-Modell und die Interoperabilitätsstandards an alle relevanten Stakeholder und führen Sie Schulungen durch. Dies erhöht das Bewusstsein und die Bereitschaft zur Akzeptanz neuer Verfahren.
- Pilotprojekt einführen (Tage 19-25): Wählen Sie eine Domäne, in der Sie die neuen Prinzipien und Standards implementieren können, und starten Sie ein Pilotprojekt. Sammeln Sie Feedback und passen Sie Ihre Ansätze entsprechend an.
- Bewertung und Anpassung (Tage 26-30): Führen Sie eine Bewertung des Pilotprojekts durch, um Erfolge und Herausforderungen zu identifizieren. Nutzen Sie diese Erkenntnisse, um das Governance-Modell weiter zu verfeinern.
Ein sorgfältiger Ansatz zur Implementierung von Data Mesh Governance ist entscheidend, um die Flexibilität und Skalierbarkeit dieser Architektur optimal zu nutzen, während gleichzeitig die Datenqualität und -sicherheit gewahrt bleiben.