
Erfolgsfaktoren bei der Einführung von IT-Governance
Die Einführung von IT-Governance ist für ein KMU entscheidend, um die IT-Investitionen mit den Unternehmenszielen abzustimmen und Risiken effektiv zu managen. Eine klare Struktur und Verantwortlichkeiten sind dabei unerlässlich.
Typische Fehler bei der Einführung
Ein häufiger Fehler ist das Fehlen einer klaren Strategie. Viele Unternehmen beginnen mit der Implementierung von IT-Governance, ohne eine übergeordnete Strategie zu definieren. Dies führt zu inkonsistenten Entscheidungen und unklaren Prioritäten. Die Korrektur besteht darin, eine klare, von der Geschäftsführung unterstützte Strategie zu formulieren, die den Beitrag der IT zu den Unternehmenszielen beschreibt.
Ein weiterer häufig anzutreffender Fehler ist die unzureichende Einbindung der relevanten Stakeholder. Oft wird IT-Governance als rein technische Angelegenheit betrachtet, was zu isolierten Entscheidungen führt, die die Geschäftsziele verfehlen. Um diesen Fehler zu korrigieren, sollten Führungskräfte aus verschiedenen Abteilungen von Anfang an in den Prozess eingebunden werden, um sicherzustellen, dass die IT-Governance die Gesamtziele des Unternehmens unterstützt.
Ein dritter Fehler ist die Überfrachtung der IT-Abteilung mit Governance-Aufgaben, ohne ausreichend Ressourcen bereitzustellen. Dies führt zu Überlastung und ineffizientem Arbeiten. Die Lösung besteht darin, die Aufgaben klar zu delegieren und sicherzustellen, dass ausreichend Personal und Ressourcen zur Verfügung stehen.
Handlungsanleitung für die ersten 14–30 Tage
In den ersten zwei Wochen sollte das Unternehmen eine Bestandsaufnahme der vorhandenen IT-Strukturen und -Prozesse vornehmen. Dabei gilt es, die aktuellen IT-Investitionen und deren Beitrag zu den Unternehmenszielen kritisch zu bewerten.
Parallel dazu ist es ratsam, ein Kernteam zu bilden, das aus Mitgliedern der Geschäftsleitung, der IT-Abteilung und anderen relevanten Abteilungen besteht. Dieses Team sollte sich in der ersten Woche regelmässig treffen, um die strategische Ausrichtung der IT-Governance zu definieren und die Ziele klar zu formulieren.
In den folgenden zwei Wochen sollte das Kernteam die erarbeiteten Ziele mit den verschiedenen Abteilungen kommunizieren und Feedback einholen. Diese Phase beinhaltet auch die Aufgabe, spezifische Rollen und Verantwortlichkeiten festzulegen. Jede Abteilung sollte verstehen, wie sie zur IT-Governance beitragen kann und welche Erwartungen an sie gestellt werden.
Schliesslich sollten erste Schulungen und Informationsveranstaltungen organisiert werden, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden ein klares Verständnis über die Bedeutung und Ziele der IT-Governance haben. Durch die konsequente Verfolgung dieser Schritte in den ersten 30 Tagen lassen sich dauerhafte Strukturen schaffen, die eine effektive IT-Governance im Unternehmen ermöglichen.