Erfolgsfaktoren für Predictive Maintenance ROI

Autor: Roman Mayr

Erfolgsfaktoren für Predictive Maintenance ROI

Predictive Maintenance ·

Predictive Maintenance: ROI präzise berechnen

Die Implementierung von Predictive Maintenance kann erhebliche Kosten- und Effizienzvorteile für ein Unternehmen bringen, vorausgesetzt, der Return on Investment (ROI) wird korrekt ermittelt. Ein klarer ROI-Nachweis ist unerlässlich, um die Wirtschaftlichkeit der Investition zu rechtfertigen und weitere Schritte zu planen.

Typische Fehler in der ROI-Berechnung

Ein häufiger Fehler bei der ROI-Berechnung ist die Vernachlässigung aller relevanter Kostenpunkte. Unternehmen tendieren dazu, nur die direkten Implementierungskosten in Betracht zu ziehen und übersehen oft Kosten für Schulungen, Systemintegration und laufende Wartung. Diese Kosten können erheblich sein und müssen in die Berechnung einfliessen.

Ein weiterer Fehler ist die Überschätzung der Nutzenpotenziale. Unternehmen neigen dazu, die Vorteile von Predictive Maintenance zu optimistisch zu berechnen. Häufig wird bei der Schätzung der Einsparungen durch vermiedene Ausfallzeiten übersehen, dass auch die beste Vorhersage nicht alle ungeplanten Ausfälle verhindern kann. Eine realistische Bewertung der Einsparungspotenziale ist entscheidend, um eine verlässliche ROI-Berechnung zu gewährleisten.

Schliesslich unterschätzen einige Unternehmen den zeitlichen Aspekt bei der Berechnung des ROI. Der Zeitraum, über den der ROI sich realisiert, kann je nach Branche und Art der eingesetzten Technologien variieren. Unternehmen sollten sicherstellen, dass sie einen realistischen Zeitrahmen wählen, der die Lernkurve und den vollen Umfang der Vorteile berücksichtigt.

Konkrete Schritte zur korrekten ROI-Berechnung


  1. Kosten umfassend erfassen: Listen Sie alle anfallenden Kosten auf, einschließlich der Implementierung, Schulung, Integration und Wartung. Berücksichtigen Sie auch die Opportunitätskosten durch Umschulung und eventuelle Ausfälle während der Einführung.
  2. Einsparpotenziale realistisch bewerten: Führen Sie eine konservative Schätzung der Einsparungen durch vermiedene Ausfälle und optimierte Wartungszyklen durch. Berücksichtigen Sie Erfahrungswerte aus Pilotprojekten oder ähnlichen Anwendungsfällen in Ihrer Branche.
  3. Realistischen Zeitrahmen definieren: Kalkulieren Sie über welchen Zeitraum der ROI eintreten sollte und passen Sie Ihre Erwartungen an die Implementierungsgeschwindigkeit und das Erreichen der maximalen Effizienzgewinne an.
  4. Datenbasierte Anpassungen: Nutzen Sie tatsächliche Daten aus Ihrem Betrieb, um Prognosen regelmäßig zu überprüfen und die Berechnung anzupassen. Das erleichtert nicht nur eine realistische Einschätzung, sondern hilft auch, den ROI kontinuierlich zu optimieren.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollten Sie ein interdisziplinäres Team aus Technikern, Finanzexperten und operativen Führungskräften zusammenstellen. Dieses Team wird die Aufgabe haben, alle relevanten Daten zu sammeln und eine erste umfassende Kostenschätzung zu erstellen.

Darüber hinaus sollten Sie in den kommenden 30 Tagen eine Machbarkeitsanalyse durchführen, um realistische Einsparpotenziale zu identifizieren und den Zeitplan für die Implementierung abzustecken. Beginnen Sie zudem damit, ein Monitoring-System für die laufende Überprüfung der Annahmen und den Abgleich der prognostizierten vs. tatsächlichen Einsparungen zu etablieren.

Durch diese systematische Vorgehensweise wird eine genauere Berechnung des ROI für Ihre Predictive Maintenance Strategie möglich, die dann als Basis für fundierte Entscheidungen im Unternehmen dient.