Erfolgsfaktoren vom MVP bis zur Markteinführung

Autor: Roman Mayr

Erfolgsfaktoren vom MVP bis zur Markteinführung

Software-Entwicklung (SaaS) ·

MVP bis Go-Live: Effektive Schritte zur erfolgreichen Einführung

Ein Minimum Viable Product (MVP) ist das Herzstück vieler SaaS-Entwicklungsprojekte. Es ermöglicht, schnell ein marktfähiges Produkt zu lancieren und wertvolles Feedback zu sammeln. Doch der Weg vom MVP bis zum Go-Live kann mit Stolpersteinen gespickt sein. Hier sind typische Fehler und deren Korrekturen, gefolgt von einer Handlungsanleitung für die kommenden 14 bis 30 Tage.

Typische Fehler und ihre Korrekturen


  1. Unzureichende Marktvalidierung: Oft wird angenommen, dass eine Idee ohne ausreichende Tests bei der Zielgruppe erfolgreich sein wird. Fehlende Rückmeldungen aus der realen Anwendung können jedoch zu einem Produkt führen, das am Markt vorbeigeht.

Korrektur: Vor dem Go-Live sollte man rigorose Tests mit echten Nutzern durchführen. Beta-Tests und Umfragen sind wertvolle Werkzeuge, um sicherzustellen, dass das MVP auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ausgerichtet ist. Echtzeit-Feedback ermöglicht es, Produktanpassungen vorzunehmen, bevor grössere Ressourcen im Go-Live investiert werden.
  1. Übermäßige Feature-Erweiterung: Ein MVP sollte sich auf die wesentlichen Funktionen fokussieren, jedoch neigen viele Entwickler dazu, zusätzliche Features noch vor dem Go-Live zu integrieren. Dies kann zu einer verlängerten Markteinführungszeit und erhöhten Entwicklungskosten führen.

Korrektur: Der Fokus sollte stets auf den Kernfunktionen liegen, die den grössten Mehrwert für den Endnutzer bieten. Erweiterungen und zusätzliche Funktionen können in zukünftigen Iterationen hinzugefügt werden. Ein klarer Entwicklungsplan, der auf Prioritäten basiert, hilft, solche Überladungen zu vermeiden.
  1. Mangelhaftes Testing vor dem Go-Live: Ein häufig übersehener Aspekt ist das umfassende Testing der Software vor ihrer Einführung. Grössere oder selbst kleinere Fehler können das Vertrauen der Nutzer stark beeinträchtigen und zu negativen Bewertungen führen.

Korrektur: Intensive Tests mit unterschiedlichen Szenarien und unter Einsatz von Automatisierungstools sollten durchgeführt werden. Testfälle sollten alle Aspekte des Produktes abdecken, um größtmögliche Stabilität sicherzustellen. Darüber hinaus ist eine gründliche Überprüfung des Deployment-Prozesses unerlässlich, um nahtlose Funktionalität zu gewährleisten.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  • Tag 1-7: Führen Sie Feedback-Sitzungen mit den bisherigen Beta-Testern durch, um weitere wertvolle Erkenntnisse über das Nutzererlebnis und die Funktionalität des Produkts zu erhalten. Dokumentieren Sie die Beobachtungen detailliert.
  • Tag 8-14: Konsolidieren Sie alle gewonnenen Einsichten und priorisieren Sie notwendige Anpassungen basierend auf der Wirkung auf das Kernerlebnis. Zuweisung von Aufgaben an das Entwicklungsteam, um gezielte Verbesserungen vorzunehmen.
  • Tag 15-21: Setzen Sie automatisierte und manuelle Tests ein, um die aktualisierte Version des Produkts zu verifizieren. Beziehen Sie alle Entwicklungsstakeholder in den Review-Prozess mit ein, um kontinuierliches Feedback zu erhalten.
  • Tag 22-30: Bereiten Sie den definitiven Go-Live Plan vor, der klare Verantwortlichkeiten und Zeitpläne umfasst. Testen Sie den Deployment-Prozess umfassend und schaffen Sie ein Rollback-Szenario für den Notfall. Planen Sie die Einführungskommunikation und erstellen Sie kundengerechte Dokumentationen und Supportmaterialien.

Durch strukturierte Vorbereitung und Fokussierung auf kritische Aspekte des Entwicklungszyklus, kann der Übergang vom MVP zum Go-Live effektiv gelingen.