Erfolgskennzahlen in der agilen Transformation entwickeln

Autor: Roman Mayr

Erfolgskennzahlen in der agilen Transformation entwickeln

Agile Transformation ·

Agile Transformation: Agile KPIs definieren für nachhaltigen Erfolg

Agile Transformationen erfordern nicht nur Veränderungen in der Arbeitsweise und Kultur eines Unternehmens, sondern auch in der Art und Weise, wie der Erfolg gemessen wird. Die Definition passender Key Performance Indicators (KPIs) ist entscheidend, um den Fortschritt zu überwachen und sicherzustellen, dass die agilen Praktiken den gewünschten Mehrwert liefern. Der Fokus sollte dabei auf der Entwicklung von KPIs liegen, die mit den Zielen der agilen Transformation und den Bedürfnissen der Teams übereinstimmen.

Typische Fehler bei der Definition von agile KPIs


  1. Fokussierung auf Output statt Outcome:
Ein häufiger Fehler besteht darin, sich zu stark auf Output-orientierte KPIs zu konzentrieren, wie etwa die Anzahl der erledigten Aufgaben oder die Geschwindigkeit eines Teams (Velocity). Diese Kennzahlen sagen wenig darüber aus, welchen tatsächlichen Mehrwert das Team für das Unternehmen schafft.

Korrektur: Verlagerung des Fokus von Output-KPIs auf Outcome-KPIs. Diese sollten den tatsächlichen Nutzen widerspiegeln, beispielsweise durch Messung der Kundenzufriedenheit oder der time-to-market für neue Features. Wichtig ist, dass diese Kennzahlen mit den übergeordneten strategischen Zielen des Unternehmens verknüpft sind.

  1. Unklare oder inkonsistente KPIs:
Uneinheitliche oder unklar definierte KPIs können zu Missverständnissen und ineffektiven Maßnahmen führen. Dies tritt häufig auf, wenn verschiedene Teams ihre KPIs unabhängig voneinander entwickeln und diese nicht aufeinander abgestimmt sind.

Korrektur: Einführung eines klar strukturierten Prozesses zur KPI-Entwicklung, bei dem alle relevanten Stakeholder einbezogen werden. Klare, einheitliche Definitionen und regelmäßige Abstimmung zwischen den Teams helfen, Inkonsistenzen zu vermeiden und einen gemeinsamen Fokus zu schaffen.

  1. Unflexible KPIs:
In einer agilen Umgebung ändern sich Anforderungen und Ziele häufig. Starre KPIs, die nicht angepasst werden können, führen zu einem Missverhältnis zwischen Zielen und aktuellen Bedürfnissen.

Korrektur: Einsatz flexibler KPIs, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Dazu kann ein festgelegter Evaluierungszyklus gehören, in dem die Relevanz der KPIs überprüft und gegebenenfalls an aktuelle Geschäftsanforderungen angepasst wird.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Initiale Analysephase (Tage 1–5):
Sammeln Sie Feedback und Anregungen von den Teams und Stakeholdern hinsichtlich der aktuellen KPIs und deren Wirksamkeit. Nutzen Sie Workshops oder Interviews, um ein umfassendes Verständnis der Anforderungen zu gewinnen.
  1. Ziel- und Strategieüberprüfung (Tage 6–10):
Überprüfen Sie die Unternehmensziele und die strategische Ausrichtung der agilen Transformation. Stellen Sie sicher, dass die KPIs diese klar widerspiegeln und unterstützen.
  1. Entwicklung von Outcome-orientierten KPIs (Tage 11–20):
Formulieren Sie in Zusammenarbeit mit den Teams Outcome-orientierte KPIs, die den geschaffenen Nutzen und nicht nur die geleistete Arbeit messen. Achten Sie dabei auf klare, messbare Kriterien.
  1. Review- und Anpassungsprozess einführen (Tage 21–25):
Etablieren Sie einen regelmäßigen Prozess zur Überprüfung und Anpassung der KPIs, der sicherstellt, dass diese relevant und zielführend bleiben.
  1. Implementierung und Schulung (Tage 26–30):
Führen Sie Schulungen und Informationsveranstaltungen durch, um allen Beteiligten das Konzept und die Bedeutung der neuen KPIs zu vermitteln. Stellen Sie sicher, dass alle Teams die Chance haben, Fragen zu stellen und Missverständnisse auszuräumen.

Durch die gezielte Definition und Anpassung von agilen KPIs können Unternehmen besser nachvollziehen, welchen konkreten Nutzen die agile Transformation bringt und ihre Erfolge langfristig sichern.