
Ermittlung der CO₂-Bilanz für nachhaltige Entscheidungen
Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, ihre CO₂-Emissionen zu bilanzieren und zu reduzieren. Eine präzise Ermittlung der CO₂-Bilanz ist dabei unerlässlich, um fundierte Entscheidungen treffen und glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln zu können.
Kernaussage: CO₂-Bilanzierung als Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften
Die Ermittlung der CO₂-Bilanz ist ein wesentlicher erster Schritt, um die Umweltauswirkungen eines Unternehmens zu verstehen und zu minimieren. Eine klare und genaue Bilanzierung ermöglicht es dem Unternehmen, gezielte Reduktionsstrategien zu entwickeln und deren Effektivität zu messen.
Typische Fehler und deren Korrektur
Fehler 1: Unvollständige Datenerfassung
Ein häufiger Fehler liegt in der unvollständigen Erfassung der relevanten Daten. Unternehmen neigen manchmal dazu, nur direkte Emissionen (Scope 1) zu berücksichtigen, während sie indirekte Emissionen, wie jene aus eingekaufter Energie (Scope 2) und anderen indirekten Quellen (Scope 3), vernachlässigen. Eine umfassende Erfassung aller relevanten Emissionsquellen ist entscheidend. Um dies zu korrigieren, sollten Unternehmen eine vollständige Analyse ihrer Lieferkette und ihrer Energielieferanten durchführen.
Fehler 2: Verwendung ungeeigneter Emissionsfaktoren
Die fehlerhafte Anwendung von Emissionsfaktoren kann zu erheblichen Ungenauigkeiten führen. Oft werden generische oder veraltete Faktoren verwendet, die nicht auf die spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens abgestimmt sind. Unternehmen sollten sicherstellen, dass sie aktuelle und möglichst spezifische Emissionsfaktoren verwenden, die auf ihrer Branche und Region basieren, und diese regelmäßig aktualisieren.
Fehler 3: Vernachlässigung der Qualitätssicherung
Ein Mangel an interner Kontrolle und Qualitätssicherung kann zu Rechenfehlern und ungenauen Berichten führen. Unternehmen sollten feste Prozesse für die Datenerfassung und -verwaltung einrichten, um Datenfehler zu minimieren. Die Einführung von internen oder externen Audits kann die Qualität der CO₂-Bilanzierung zusätzlich sichern.
Handlungsanleitung für die kommenden 14–30 Tage
- Dateninventur durchführen: Beginnen Sie mit der Erfassung aller relevanten Datenquellen. Stellen Sie sicher, dass Sie umfassende Informationen zu direkten und indirekten Emissionen sammeln.
- Emissionsfaktoren analysieren: Überprüfen Sie die aktuell verwendeten Emissionsfaktoren und passen Sie sie an, wenn nötig, um spezifische und aktuelle Faktoren zu verwenden. Diese sollten regelmässig in Absprache mit Experten überprüft werden.
- Interne Prozesse etablieren: Implementieren Sie klare Verfahren zur Datenerfassung und -verifikation. Ernennen Sie ein Team oder einen Verantwortlichen, der die Genauigkeit der Berichte sicherstellt.
- Tools und Software evaluieren: Nutzen Sie die Möglichkeiten von CO₂-Bilanzierungssoftware, um die Datenvereinheitlichung und Analysen zu unterstützen. Testen Sie verschiedene Angebote auf dem Markt, um das für Ihr Unternehmen passende Tool zu finden.
- Schulungen und Sensibilisierung: Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden in den Grundlagen der CO₂-Bilanzierung und sensibilisieren Sie sie für die Bedeutung präziser Datenerfassung und Erfolgsmessung.
Durch die Umsetzung dieser Schritte können Schweizer KMU sicherstellen, dass ihre CO₂-Bilanzierung präzise und zuverlässig ist und sie gut gerüstet sind, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.