
Error Management zur Steigerung der Betriebseffizienz
Die Senkung von Fehlerkosten: Ein essenzieller Hebel für Unternehmenserfolg
Qualitätsmanagement spielt eine zentrale Rolle in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens, insbesondere wenn es darum geht, Fehlerkosten zu senken. Fehlerkosten, die in Form von Ausschuss, Nacharbeit oder gar Kundenreklamationen auftreten, belasten nicht nur die finanzielle Bilanz, sondern können auch das Ansehen eines Unternehmens nachhaltig beeinträchtigen. Eine systematische Herangehensweise zur Fehlerminimierung kann jedoch nicht nur Kosten einsparen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
Typische Fehler und deren Korrektur
Ungenaue Prozessdokumentation
Eine häufige Ursache für Fehlerkosten ist das Fehlen oder die Unvollständigkeit von Prozessdokumentationen. Ohne klare Anweisungen sind Mitarbeitende gezwungen, Entscheidungen nach eigenem Ermessen zu treffen, was zu Inkonsistenzen führt. Um dies zu korrigieren, sollte zunächst eine Überprüfung aller Prozessdokumente erfolgen. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass alle relevanten Informationen klar und präzise aufgezeichnet sind. Mitarbeitende sollten in die Aktualisierung eingebunden werden, um Praxiswissen zu integrieren und die Akzeptanz zu erhöhen.
Fehlende Schulung der Mitarbeitenden
Ein weiterer häufiger Fehler ist die unzureichende Schulung von Mitarbeitenden. Unkenntnis oder Missverständnisse bei der Bedienung von Geräten oder bei der Durchführung von Prozessen führen oft zu vermeidbaren Fehlern. Um dem entgegenzuwirken, sollte ein strukturierter Schulungsplan entwickelt werden. Regelmässige Schulungen und Auffrischungskurse, kombiniert mit einer Einführung neuer Mitarbeitender, stellen sicher, dass alle Beteiligten über die notwendigen Kenntnisse verfügen.
Unzureichendes Feedback-System
Ohne ein etabliertes Feedback-System bleiben Fehler oft unbemerkt oder werden nicht systematisch analysiert. Ein zeitnahes Feedback ermöglicht eine schnelle Reaktion und Fehlerkorrekturen. Unternehmen sollten deshalb ein Feedback-System einführen, das es Mitarbeitern ermöglicht, einfach und effizient über Probleme zu berichten. Dies sollte durch einen strukturierten Prozess zur Analyse und Korrektur der gemeldeten Probleme unterstützt werden.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Analysephase (Tage 1-7): Durchführung einer umfassenden Analyse der bestehenden Prozesse und Identifizierung häufig auftretender Fehler. Dazu gehören die Überprüfung der Dokumentation, die Rücksprache mit Mitarbeitenden und die Datenerhebung zu Fehlerquellen.
- Planungsphase (Tage 8-14): Entwicklung eines Massnahmenplans zur Fehlerkostensenkung. Dieser sollte Massnahmen zur Überarbeitung der Prozessdokumentation und zur Durchführung gezielter Schulungen umfassen.
- Umsetzungsphase (Tage 15-21): Einführung eines Pilotprojekts zur Überarbeitung eines spezifischen Prozesses. Die Beteiligung von Mitarbeitenden zur regelmäßigen Schulung und das Etablieren eines Feedback-Systems ist entscheidend.
- Evaluationsphase (Tage 22-30): Evaluierung der ersten Ergebnisse aus dem Pilotprojekt. Sie besteht aus der Analyse der reduzierten Fehleranzahl und erhobenen Rückmeldungen zur Identifikation von Verbesserungspotenzialen.
Mit einem strukturierten Ansatz zur Senkung von Fehlerkosten kann ein KMU nicht nur seine Effizienz steigern, sondern auch nachhaltig von einer verbesserten Produkt- und Dienstleistungsqualität profitieren.