
Erzählkunst in der Datenvisualisierung
Datenvisualisierung: Die Bedeutung von Storytelling
Der Kerngedanke hinter der Verwendung von Storytelling in der Datenvisualisierung besteht darin, Zahlen und Fakten so zu präsentieren, dass sie nicht nur informativ, sondern auch nachvollziehbar und einprägsam sind. Daten können isoliert wenig bedeuten, gewinnen jedoch an Kraft, sobald sie in einen verständlichen Kontext eingebettet werden. Um dies zu erreichen, müssen Unternehmen ein narratives Gerüst entwickeln, das den Betrachter nicht nur informiert, sondern auch involviert.
Typische Fehler und deren Korrektur
Ein häufiger Fehler ist die Darstellung komplexer Daten, ohne einen klaren Fokus oder eine zentrale Botschaft herauszuarbeiten. Visualisierungen, die zu viele Informationen gleichzeitig präsentieren, können überwältigen und den eigentlichen Zweck verfehlen. Um dies zu korrigieren, sollte man zunächst die Frage klären: Was möchte ich mit dieser Visualisierung aussagen? Anschliessend sollte man die Grafik auf das Wesentliche reduzieren und sicherstellen, dass die Kernbotschaft auf den ersten Blick erkennbar ist.
Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung der Zielgruppe. Oft wird angenommen, dass alle Betrachter die gleiche Vorkenntnis und das gleiche Interesse an den präsentierten Daten haben. Die Folge sind Visualisierungen, die zu technisch oder nicht detailliert genug sind. Stattdessen sollte man die Zielgruppe genau definieren und die Erzählweise darauf abstimmen. Anpassungen bei der Komplexität, der genutzten Fachbegriffe und der Darstellungsebene sind hierbei essentiell.
Der dritte Fehler ist die inkonsistente Verwendung von visuellen Elementen. Unterschiedliche Farben, Formen und Diagrammtypen ohne konsistentes Schema können Verwirrung stiften. Konsequenz und einfache Prinzipien, wie die Nutzung einer einheitlichen Farbpalette oder das Festhalten an einem Diagrammstil, helfen, die Verständlichkeit sicherzustellen und die zentrale Botschaft zu verstärken.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
In den nächsten zwei bis vier Wochen kann ein Unternehmen die folgenden Schritte unternehmen, um das Storytelling in ihren Datenvisualisierungen zu verbessern:
- Bestandsaufnahme und Zielsetzung: Beginnen Sie mit der Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Datenvisualisierungen. Analysieren Sie, welche Visualisierungen nicht die gewünschte Wirkung erzielen und warum. Formulieren Sie daraufhin klare Ziele für jede Visualisierung: Welche Geschichte soll erzählt werden? Wer ist das Publikum?
- Datenbereinigung und -fokussierung: Stellen Sie sicher, dass alle verwendeten Daten korrekt und relevant sind. Entfernen Sie überflüssige Informationen und legen Sie den Fokus auf die Kerndaten, die Ihre zentrale Botschaft unterstützen.
- Schulung und Werkzeuge: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im effektiven Gebrauch von Visualisierungswerkzeugen. Dies könnte durch interne Workshops oder Online-Kurse geschehen. Der Einsatz von Tools, die benutzerfreundlich und auf die Bedürfnisse Ihres Teams abgestimmt sind, kann die Qualität der Visualisierungen erheblich verbessern.
- Entwicklung eines einheitlichen Stils: Arbeiten Sie an einer Designrichtlinie, die Farben, Schriftarten, Diagrammtypen und andere visuelle Elemente standardisiert. Dies unterstützt nicht nur die Klarheit, sondern auch die Wiedererkennbarkeit Ihrer Visualisierungen.
- Feedback und Optimierung: Implementieren Sie einen Prozess für kontinuierliches Feedback. Lassen Sie Visualisierungen von verschiedenen Teammitgliedern und Aussenstehenden bewerten und nehmen Sie konstruktive Kritik an, um kontinuierlich Verbesserungen vorzunehmen.
Durch diese gezielte Vorgehensweise kann ein Unternehmen das Potenzial seiner Datenvisualisierungen maximieren und eine klarere, einprägsamere Kommunikation erreichen.