
ESG-Reporting für nachhaltigen Unternehmenserfolg
ESG-Reporting: Ein strukturierter Ansatz für KMU
Die Bedeutung des ESG-Reportings (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) wächst stetig, auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Schweiz. Ein fundiertes ESG-Reporting liefert nicht nur Transparenz für Investoren und Kunden, sondern kann auch das Risikomanagement verbessern und Wettbewerbsvorteile schaffen. Der Einstieg in das ESG-Reporting erfordert einen klaren Plan, um typische Fehler zu vermeiden und die Grundlagen innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens zu legen.
Typische Fehler in der ESG-Berichterstattung
Ein häufiger Fehler ist der Mangel an spezifischen, messbaren Zielen. Viele KMU beginnen mit ESG-Aktivitäten, ohne konkrete Ziele zu definieren, was die Bewertung der Fortschritte erschwert. Die Korrektur besteht darin, realistische, quantitative Ziele zu setzen, die im Einklang mit den strategischen Unternehmenszielen stehen. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen das Ziel festlegen, den Energieverbrauch binnen zwei Jahren um 10 Prozent zu senken.
Ein weiterer Fehler ist das Ignorieren der gesamten Stakeholder-Kommunikation. ESG-Reports werden oft erstellt, ohne die Anforderungen und Erwartungen der verschiedenen Stakeholder zu berücksichtigen. Eine effektive Korrektur ist die Durchführung einer Stakeholder-Analyse, um zu verstehen, welche ESG-Themen den grössten Einfluss auf das Unternehmen und dessen Geschäftsumfeld haben.
Ein schliesslich häufiger Fehler ist die mangelnde Datenqualität und Dokumentation. Die Verfügbarkeit und Genauigkeit von Daten ist entscheidend für ein aussagekräftiges ESG-Reporting. Unternehmen sollten darauf achten, verlässliche Datenquellen zu identifizieren und klare Prozesse zur Sammlung und Validierung von Daten zu etablieren.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Ziele definieren (Tag 1–7): Beginnen Sie mit der Festlegung spezifischer ESG-Ziele. Diese Ziele sollten SMART (spezifisch, messbar, erreichbar, relevant, zeitgebunden) sein. Binden Sie hierbei die Führungsebene ein, um sicherzustellen, dass die ESG-Ziele mit den übergeordneten Unternehmenszielen abgestimmt sind.
- Stakeholder-Analyse durchführen (Tag 8–14): Identifizieren Sie relevante Stakeholder und führen Sie Interviews oder Umfragen durch, um deren Erwartungen und Prioritäten in Bezug auf ESG-Themen zu ermitteln. Diese Analyse wird die Grundlage für einen zielgerichteten ESG-Report bilden.
- Datenmanagement verbessern (Tag 15–21): Überprüfen Sie Ihre aktuellen Datenquellen und -prozesse. Etablieren Sie ein System zur Datensammlung, das die Genauigkeit und Konsistenz der Daten sicherstellt. Eventuell erforderliche Schulungen für Mitarbeiter zur korrekten Datenerfassung sollten ebenfalls in Betracht gezogen werden.
- Reportentwurf erstellen (Tag 22–30): Auf Basis der gesammelten Informationen und Daten erstellen Sie einen ersten Entwurf des ESG-Reports. Stellen Sie sicher, dass er klar strukturiert ist und alle relevanten Informationen zu Ihren ESG-Zielen und Fortschritten enthält. Nutzen Sie diesen Entwurf auch als Diskussionsgrundlage für ein finales Reporting-Konzept, das regelmässig aktualisiert wird.
Durch diese Schritte schaffen Sie die Grundlagen für ein robustes ESG-Reporting, das Ihrem Unternehmen nicht nur gesetzliche Konformität, sondern auch strategische Vorteile bringt.