Feedbackkultur als Hebel zur Mitarbeiterzufriedenheit

Autor: Roman Mayr

Feedbackkultur als Hebel zur Mitarbeiterzufriedenheit

Mitarbeiterzufriedenheit ·

Eine starke Feedbackkultur ist entscheidend, um die Mitarbeiterzufriedenheit in Schweizer KMU zu fördern. Indem Unternehmen ein Umfeld schaffen, in dem konstruktive Rückmeldungen regelmäßig und sinnvoll ausgetauscht werden, verbessern sie nicht nur die Arbeitsatmosphäre, sondern auch die Effizienz und Produktivität. Ein gut etabliertes Feedbacksystem ermöglicht es Mitarbeitenden, sich gesehen und gehört zu fühlen, was zu höherer Motivation und besserer Performance führt.

Typische Fehler in der Feedbackkultur

Ein häufiger Fehler besteht darin, Feedback ausschliesslich in Form von Kritik zu äussern. Zu oft wird Feedback lediglich als Werkzeug zur Fehlerkorrektur betrachtet, anstatt auch positive Gedanken und Anerkennung mitzuteilen. Dieses Ungleichgewicht kann dazu führen, dass Mitarbeitende das Feedback als demotivierend empfinden.

Ein weiterer Fehler ist die Ineffektivität des Feedbacks, das entweder zu allgemein gehalten oder nicht konkret an Verhaltensweisen und Leistungen gebunden ist. Solches Feedback bietet den Mitarbeitenden wenig Anreiz, ihr Verhalten zu ändern oder anzupassen, weil es ihnen an klaren Richtlinien zur Verbesserung fehlt.

Schliesslich fehlt oft die Regelmässigkeit im Feedbackprozess. Unregelmässiges oder nur einmal jährlich stattfindendes Feedback reicht nicht aus, um eine nachhaltige Feedbackkultur zu etablieren. Kontinuierliche Rückmeldung sorgt dafür, dass Herausforderungen schnell identifiziert und behoben werden können.

Korrekturen zur Verbesserung der Feedbackkultur

Um eine positive und effektive Feedbackkultur zu fördern, sollte Feedback sowohl positive als auch negative Aspekte umfassen. Führungskräfte sollten darauf achten, Anerkennung für gut erledigte Arbeiten auszusprechen, was das Engagement und die Motivation der Mitarbeitenden steigert.

Feedback muss spezifisch und handlungsorientiert sein. Das bedeutet, dass es nicht nur auf generelle Beobachtungen beschränkt bleibt, sondern konkrete Anregungen zur Verbesserung enthält. Es sollte auf nachvollziehbaren Beobachtungen beruhen und präzise Vorschläge formulieren, wie Mitarbeitende ihre Leistung optimieren können.

Zur Förderung der Regelmässigkeit sollten festgelegte Feedback-Intervalle implementiert werden. Das könnte durch monatliche One-on-One-Meetings geschehen, in denen konstruktives Feedback gegeben wird. Dies hilft dabei, potentiellen Problemen proaktiv zu begegnen und sorgt dafür, dass Mitarbeitende kontinuierlich in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Tag 1–7: Initiieren Sie die Umgestaltung der Feedbackkultur, indem Sie die Wichtigkeit von regelmässigem und konstruktivem Feedback im gesamten Team kommunizieren. Organisieren Sie eine Kick-off Sitzung, in der die Ziele der neuen Feedbackkultur und deren Vorteile erläutert werden.
  2. Tag 8–14: Erstellen Sie einen Feedback-Leitfaden, der die Prinzipien von spezifischem, positivem und regelmässigem Feedback festhält. Schulen Sie Ihre Führungskräfte im effektiven Geben und Empfangen von Rückmeldungen. Führen Sie interne Workshops durch, um das Bewusstsein für eine konstruktive Feedbackkultur zu schärfen.
  3. Tag 15–30: Beginnen Sie mit der Umsetzung eines festen Feedback-Zeitplans. Planen Sie monatliche Einzelgespräche zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden ein. In diesen Gesprächen sollte sowohl Lob als auch konstruktives Feedback thematisiert werden. Beobachten Sie die Auswirkungen und sammeln Sie Feedback von den Mitarbeitenden, um den Prozess weiter anzupassen und zu optimieren.

Eine systematische Verbesserung der Feedbackkultur kann innerhalb kurzer Zeit erhebliche positive Effekte auf die Mitarbeiterzufriedenheit und die Unternehmensleistung haben. Ein strukturierter Ansatz und Kontinuität sind dabei entscheidend.