Fehlerkosten senken durch optimierte Prozesse

Autor: Roman Mayr

Fehlerkosten senken durch optimierte Prozesse

Qualitätsmanagement ·

Fehlerkosten reduzieren: Ein notwendiger Schritt zur Effizienzsteigerung

In jedem Unternehmen sind Fehler unvermeidlich. Doch das Management dieser Fehler und die damit verbundenen Kosten sind entscheidend für den langfristigen Erfolg. Effektive Reduktion von Fehlerkosten kann nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens verbessern. Nachfolgend werden typische Fehler im Qualitätsmanagement beleuchtet und Ansätze zu deren Korrektur vorgestellt.

Typische Fehler im Qualitätsmanagement

Unzureichende Dokumentation: Ein häufig vorkommender Fehler ist die unzureichende oder fehlerhafte Dokumentation von Prozessen und Arbeitsanweisungen. Dies führt zu Missverständnissen, Verfahrensabweichungen und letztlich zu fehlerhaften Produkten oder Dienstleistungen. Die Korrektur beginnt mit einer umfassenden Überarbeitung der bestehenden Dokumentation, um klare, präzise und aktuelle Anweisungen bereitzustellen. Regelmässige Überprüfungen und Schulungen des Personals unterstützen die Umsetzung und Anpassung an aktuelle Anforderungen.

Fehlende Ursachenanalyse: Oftmals fehlt im Fehlerfall eine tiefergehende Ursachenanalyse. Statt lediglich Symptome zu behandeln, sollte ein systematischer Ansatz zur Ermittlung der eigentlichen Ursachen etabliert werden. Methoden wie die „5 Why“-Analyse oder das Ishikawa-Diagramm (Fischgrätendiagramm) sind bewährte Werkzeuge zur Ursachenfindung. Die Implementierung eines standardisierten Prozesses zur Ursachenanalyse kann wiederholte Fehler effektiv verhindern.

Mangelhafte Kommunikation: Eine unzureichende interne Kommunikation ist ein wesentlicher Faktor für Fehler. Informationen über Änderungen, Prozesse und Fehlerursachen müssen klar und rechtzeitig an alle beteiligten Mitarbeiter weitergegeben werden. Die Einrichtung regelmässiger Besprechungen und der Einsatz von Kommunikationsplattformen können die Informationsweitergabe verbessern. Zudem ist es wichtig, eine Kommunikationskultur zu fördern, in der Mitarbeiter ermutigt werden, Probleme aktiv zu kommunizieren.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Woche 1–2: Bestandsaufnahme und Analyse
  • Führen Sie eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Dokumentationspraxis durch.
  • Nutzen Sie die Methode der „5 Why“ gemeinsam mit relevanten Teams, um mindestens zwei kürzlich aufgetretene Fehler detailliert zu analysieren und deren Ursachen zu ermitteln.

  1. Woche 3: Strategische Planung
  • Entwickeln Sie basierend auf den Ursachenanalysen gezielte Massnahmenpläne zur Behebung der festgestellten Mängel und zur Verhinderung zukünftiger Fehler.
  • Entwickeln Sie einen konkreten Plan zur Verbesserung der internen Kommunikationswege. Binden Sie verschiedene Abteilungsleiter ein, um deren Feedback und Vorschläge zu erhalten.

  1. Woche 4: Implementierung und Schulung
  • Beginnen Sie mit der Umsetzung der Massnahmen und planen Sie regelmässige Überprüfungstermine zur Fortschrittskontrolle.
  • Organisieren Sie Schulungen, um das Bewusstsein der Mitarbeiter für die neue Dokumentationspraxis und die Bedeutung der Ursachenanalyse zu stärken.
  • Fördern Sie während dieser Zeit aktiv die neue Kommunikationskultur und evaluieren Sie die ersten Rückmeldungen der Mitarbeiter.

Die systematische und planvolle Herangehensweise an die Fehlerkostenreduktion wird nicht nur zu einer verbesserten Qualität der Produkte und Dienstleistungen führen, sondern auch die Arbeitszufriedenheit und das Vertrauen der Kunden in das Unternehmen stärken. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess sollte weiter verfolgt werden, um langfristig den Erfolg sicherzustellen.