Fehlerquellen bei Maschinenauslastung Identifizieren

Autor: Roman Mayr

Fehlerquellen bei Maschinenauslastung Identifizieren

Produktionsoptimierung ·

Die Kernaussage

Die Steigerung der Maschinenauslastung ist ein zentraler Ansatz zur Optimierung der Produktionsprozesse, der sowohl zu einer verbesserten Effizienz als auch zu einer Senkung der Betriebskosten führt. Um dies zu erreichen, gilt es, typische Fehler zu identifizieren und zielgerichtet zu beheben. Dieser Artikel bietet eine praxisnahe Anleitung, um die Maschinenauslastung innerhalb von 14 bis 30 Tagen zu steigern.

Typische Fehler in der Maschinenauslastung


  1. Fehlerhafte Schichtplanung
Ein häufiger Fehler in Produktionsanlagen ist eine suboptimale Schichtplanung, die zu ungenutzten Kapazitäten führt. Oftmals werden Maschinen nicht rund um die Uhr betrieben, obwohl die Nachfrage oder der Produktionsplan dies erlauben würde. Auch ungleich verteilte Arbeitslasten während der Schichten können die Effizienz beeinträchtigen.

Korrektur: Eine detaillierte Analyse der Produktionsvolumina und eine entsprechende Anpassung der Schichtzeiten kann helfen, die Maschinenauslastung zu maximieren. Berücksichtigung von Nachfragetrends und Saisonabhängigkeiten in der Planung trägt zusätzlich zur Optimierung bei.

  1. Unzureichende Wartung und Instandhaltung
Ungeplante Stillstände infolge von Maschinenstörungen sind ein weiterer typischer Fehler. Wartungsarbeiten werden häufig aufgeschoben oder nicht systematisch durchgeführt, was zu vermehrten Ausfällen und höheren Reparaturkosten führt.

Korrektur: Die Implementierung eines präventiven Wartungsplans hilft, Stillstandszeiten zu minimieren. Regelmässige Inspektionen und rechtzeitiger Austausch von Verschleissteilen können Ausfälle vermindern und die Maschinenverfügbarkeit erhöhen.

  1. Fehlende Ausbildung der Mitarbeitenden
Ein oft übersehener Punkt ist das mangelnde Wissen der Mitarbeitenden über die optimale Bedienung der Maschinen. Unzureichend geschultes Personal kann die Effizienz der Maschinen nicht voll ausschöpfen.

Korrektur: Schulungsprogramme, die auf die Bedienung und Wartung der spezifischen Maschinen eingehen, erhöhen die Kompetenz der Mitarbeitenden und sorgen für eine effektivere Nutzung der Maschinen.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Erhebung und Analyse von Betriebsdaten
Beginnen Sie mit der Erfassung detaillierter Daten über die aktuelle Maschinenauslastung. Nutzen Sie dafür vorhandene MES-Systeme oder führen Sie eine manuelle Analyse durch. Ziel ist es, genaue Informationen über Betriebszeiten, Stillstandszeiten und Auslastungsgrade zu sammeln.
  1. Optimierung der Schichtpläne
Basierend auf den erhobenen Daten sollten die bestehenden Schichtpläne überprüft und angepasst werden. Ziel ist eine Maximierung der Maschinenlaufzeiten unter Beachtung von Mitarbeitersicherheit und gesetzlichen Ruhezeiten.
  1. Einführung oder Anpassung eines Wartungsplans
Entwerfen Sie einen präventiven Wartungsplan, oder passen Sie den vorhandenen an, um gezielte Wartungsarbeiten zu regelmässigen und optimalen Zeiten durchzuführen. Nutzen Sie hierfür vorliegende Herstellervorgaben und Erfahrungswerte aus der eigenen Produktion.
  1. Schulung und Fortbildung der Mitarbeitenden
Innerhalb dieses Zeitraums sollten mindestens grundlegende Schulungen für alle relevanten Mitarbeitenden durchgeführt werden. Bestimmen Sie Mitarbeitende, die intensivere Trainings erhalten, um als Multiplikatoren zu fungieren.
  1. Regelmässige Überprüfung und Anpassung
Am Ende des 30-Tage-Zeitraums sollte eine umfassende Überprüfung der getroffenen Massnahmen stattfinden. Passen Sie Ihre Strategien basierend auf den erzielten Ergebnissen an und etablieren Sie einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Durch konsequente Umsetzung dieser Massnahmen kann die Maschinenauslastung nachweislich gesteigert werden, was zu einer effizienteren und wirtschaftlicheren Produktion führt.