Finanz- & Controlling-Prozesse: Forecasts, die zutreffen – 12.08.2025

Autor: Roman Mayr

Finanz- & Controlling-Prozesse: Forecasts, die zutreffen – 12.08.2025

Finanz- & Controlling-Prozesse ·

Treffsichere Forecasts: Wie Sie typische Fehler vermeiden

Präzise Finanzprognosen sind entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens, da sie die Basis für strategische Entscheidungen und Investitionsplanungen bilden. Doch oft liegt die Realität weit hinter den Vorhersagen. Der Schlüssel zu treffsicheren Forecasts liegt im Verständnis häufiger Fehler und deren Beseitigung.

Typische Fehler bei der Erstellung von Forecasts

Erstens neigen Unternehmen dazu, sich zu sehr auf historische Daten zu verlassen, ohne aktuelle Marktveränderungen oder interne Entwicklungen ausreichend zu berücksichtigen. Während vergangene Daten als Ausgangspunkt dienen sollten, ist es essenziell, Änderungen in Umfeld und Geschäftsstrategie zu infizieren.

Zweitens sind Annahmen oft nicht klar definiert oder schlichtweg unrealistisch. Bei der Projektion sollte jede getroffene Annahme nicht nur deutlich dokumentiert, sondern auch auf ihre Plausibilität hin überprüft werden. Ein simpler Abgleich mit bekannten Branchentrends oder Expertenmeinungen kann hier helfen.

Drittens wird die Iteration häufig vernachlässigt. Ein einmal erstellter Forecast ist kein statisches Dokument. Um ihn aktuell und präzise zu halten, muss die Prognose regelmässig überprüft und angepasst werden, um neue Informationen und Ereignisse zu berücksichtigen.

Korrekturen effektiv umsetzen

Ziel sollte es sein, Forecasting-Prozesse dynamischer zu gestalten. Beginnen Sie mit der Einführung eines strukturierten Review-Prozesses, bei dem Annahmen und Ausgangsdaten regelmässig hinterfragt werden. Implementieren Sie zudem Analysetools, die es ermöglichen, aktuelle Daten und Trends schnell zu integrieren.

Risikomanagement spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Entwickeln Sie Szenarien, die potenzielle Risiken und ihre Auswirkungen abbilden, um Ihre Prognosen robuster zu machen. Dies erlaubt es, flexibel auf unerwartete Entwicklungen zu reagieren.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  • **Woche 1–2:** Analysieren Sie Ihre bisherigen Forecast-Prozesse kritisch. Beziehen Sie dabei insbesondere Ihre Annahmen sowie die verwendeten Datenquellen mit ein. Identifizieren Sie Unsicherheiten oder Fehlerquellen und diskutieren Sie in Ihrem Team mögliche Optimierungen.
  • **Woche 2–3:** Erstellen Sie eine Liste von neuen Datenquellen, die aktuelle Markt- und Branchentrends abdecken. Erwägen Sie den Einsatz von fortgeschrittenen Analysetools. Beginnen Sie mit der Entwicklung realistischer Szenarien, indem Sie spezifische Risiken identifizieren.
  • **Woche 3–4:** Führen Sie eine Schulung für Ihr Team zu den neu eingeführten Methoden und Tools durch. Etablieren Sie klar definierte Prozesse zur regelmässigen Überprüfung und Aktualisierung Ihrer Forecasts. Setzen Sie Iterationszyklen, um eine kontinuierliche Anpassung zu gewährleisten.

Durch die Vermeidung typischer Fehler und die Integration der genannten Schritte können Unternehmen genauere und verlässlichere Prognosen erstellen, die als fundierte Entscheidungsgrundlage dienen.