Finanz- & Controlling-Prozesse: Kostenstellen sauber steuern

Autor: Roman Mayr

Finanz- & Controlling-Prozesse: Kostenstellen sauber steuern

Finanz- & Controlling-Prozesse ·

Kostenstellen sauber steuern: Ein Leitfaden für optimale finanzielle Kontrolle

Kostenstellen sind ein zentrales Element im Controlling, um die Kostenverteilung transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Eine saubere Steuerung dieser Bereiche kann nicht nur die finanzielle Effizienz eines Unternehmens steigern, sondern auch dessen langfristige Wirtschaftlichkeit sichern. Um dies zu erreichen, ist es entscheidend, typische Fehler zu vermeiden, die oft bei der Verwaltung von Kostenstellen auftreten.

Typische Fehler und deren Korrekturen


  1. Unzureichende Zuordnung der Kosten: Ein häufiges Problem ist die ungenaue oder gar fehlende Zuordnung von Ausgaben zu den entsprechenden Kostenstellen. Dies führt zu einer verzerrten Kostenwahrnehmung und erschwert die Ursachenanalyse von Abweichungen. Korrektur: Es sollte ein klar definierter Prozess für die Kostenverteilung eingerichtet werden, der mit den zuständigen Abteilungen abgestimmt ist. Regelmässige Überprüfungen der Kostenstellenberichte durch verantwortliche Mitarbeitende sind ebenfalls ratsam.
  2. Fehlende Aktualisierung von Budgetvorgaben: Vor allem in dynamischen Marktumfeldern können ursprüngliche Budgetvorgaben schnell überholt sein. Das Ignorieren von Veränderungen kann dazu führen, dass die Finanzplanung die Realität nicht mehr widerspiegelt. Korrektur: Unternehmen sollten mindestens quartalsweise eine Aktualisierung der Budgetvorgaben vornehmen, um auf unvorhergesehene Änderungen agil reagieren zu können. Dies beinhaltet die Einbeziehung relevanter Marktentwicklungen und betriebsinterner Veränderungen.
  3. Mangelhafte Kommunikation zwischen Abteilungen: Die fehlende Abstimmung zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen kann zu einer ineffizienten Ressourcenzuordnung führen. Dies ist insbesondere problematisch, wenn Abteilungen isolierte Entscheidungen treffen, die andere Bereiche betreffen. Korrektur: Es sollten regelmässige Meetings zwischen den Verantwortlichen der einzelnen Kostenstellen stattfinden, um die Kommunikation zu stärken und strategische Entscheidungen abzustimmen. Ein zentrales Controlling-Team kann als Vermittler fungieren, um den Informationsfluss sicherzustellen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Kostenstellenanalyse durchführen: Zu Beginn sollte eine umfassende Analyse der bestehenden Kostenstellen vorgenommen werden. Dies beinhaltet die Überprüfung der aktuellen Kostenverteilungen und die Identifikation von Bereichen, in denen Anpassungen nötig sind. Zeitraum: 7 Tage.
  2. Prozessorientierte Zuordnung etablieren: Implementieren Sie ein System zur prozessorientierten Kostenverteilung. Dies kann durch die Einführung von standardisierten Buchungsverfahren und die Sensibilisierung der Mitarbeitenden erfolgen, die für die Kostenerfassung verantwortlich sind. Zeitraum: Weitere 7-10 Tage.
  3. Budget-Updates und Kommunikation optimieren: Erstellen Sie ein neues Budget-Update-Protokoll und etablieren Sie einen festen Plan für regelmässige Kommunikationsmeetings zwischen den Abteilungen. Dies umfasst auch die Einführung eines zentralen Informationsaustauschtools, beispielsweise in Form einer Online-Plattform. Zeitraum: 14 Tage ab Start.
  4. Erste Überprüfung: Zum Abschluss des 30-Tage-Zeitraums sollte eine erste Überprüfung der umgesetzten Massnahmen erfolgen. Analysieren Sie die Effizienz der neuen Prozesse und passen Sie sie gegebenenfalls an, um kontinuierliche Verbesserungen zu gewährleisten.

Durch die konsequente Umsetzung dieser Schritte wird ein Unternehmen in der Lage sein, seine Kostenstellen effektiv zu steuern und die finanzielle Transparenz sowie Effizienz nachhaltig zu verbessern.