Flexibilität am Arbeitsplatz und Zufriedenheit steigern

Autor: Roman Mayr

Flexibilität am Arbeitsplatz und Zufriedenheit steigern

Mitarbeiterzufriedenheit ·

Flexible Arbeitszeiten sind bereits seit einigen Jahren ein bedeutendes Thema in der Diskussion um Mitarbeiterzufriedenheit. Die Möglichkeit, Arbeitszeiten an die individuellen Bedürfnisse anzupassen, kann sowohl die Produktivität als auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden erheblich steigern. Dennoch gibt es bei der Umsetzung häufige Fehler, die der Intention entgegenwirken und gegebenenfalls sogar das Gegenteil bewirken können.

Kernaussage: Flexible Arbeitszeiten erhöhen die Mitarbeiterzufriedenheit, sofern sie strukturiert und klar kommuniziert werden.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Mangelnde Kommunikationsrichtlinien: Ein häufig beobachteter Fehler ist unzureichende Kommunikation bezüglich der flexiblen Arbeitszeitregelungen. Wenn Mitarbeitende nicht genau wissen, welche Flexibilität sie haben oder wie sie diese nutzen können, kann dies zu Verwirrung und Frustration führen.
Korrektur: Unternehmen sollten klare Richtlinien herausgeben, die transparent erläutern, wer unter welchen Bedingungen flexible Arbeitszeiten wahrnehmen kann. Dazu gehören Informationen zur Erreichbarkeit, zum Zeitrahmen und zu Verantwortlichkeiten.
  1. Ungleichbehandlung der Mitarbeitenden: Ein weiterer Fehler besteht darin, dass flexible Arbeitszeitregelungen nicht konsistent angewendet werden. Wenn einige Mitarbeitende mehr Freiheiten erhalten als andere, kann dies zu einem Ungleichgewicht im Team und zu Missstimmungen führen.
Korrektur: Es ist wichtig, dass Unternehmen einen fairen und einheitlichen Ansatz verfolgen und alle Mitarbeitenden, soweit möglich, gleich behandeln. Das bedeutet, dass die Bedingungen für flexible Arbeitszeiten für alle transparent und nachvollziehbar festgelegt werden sollten.
  1. Fehlendes Monitoring und Feedback: Ohne eine kontinuierliche Überprüfung der flexiblen Arbeitszeiten können Unternehmen nicht abschätzen, wie effektiv diese Regelungen sind und ob sie die beabsichtigten Vorteile bringen.
Korrektur: Implementieren Sie regelmässige Feedbackrunden, um die Erfahrungen der Mitarbeitenden zu sammeln, und passen Sie die Regelungen bei Bedarf an. Zudem sollten qualitative und quantitative Kriterien entwickelt werden, um die Auswirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit und die Produktivität zu messen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Tag 1–7: Erstellen Sie ein internes Dokument, das die Grundsätze und Erwartungen hinsichtlich flexibler Arbeitszeiten klar definiert. Kommunizieren Sie dieses Dokument an alle Mitarbeitenden und bieten Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Unklarheiten auszuräumen.
  2. Tag 8–14: Führen Sie eine Schulung für alle Führungskräfte durch, um sicherzustellen, dass sie die Richtlinien verstehen und einheitlich anwenden. Besprechen Sie die Bedeutung von Gleichbehandlung und Transparenz mit den Teams.
  3. Tag 15–21: Richten Sie einen anonymen Feedbackkanal ein, über den Mitarbeitende ihre Erfahrungen und Vorschläge zur Verbesserung der flexiblen Arbeitszeitregelung äussern können. Beginnen Sie mit der Erfassung der Rückmeldungen und identifizieren Sie mögliche Verbesserungsbereiche.
  4. Tag 22–30: Evaluieren Sie die ersten Rückmeldungen und prüfen Sie, ob Anpassungen nötig sind. Falls erforderlich, nehmen Sie die notwendigen Anpassungen vor und informieren Sie die Mitarbeitenden über die Änderungen. Setzen Sie eine Follow-up-Sitzung an, um längerfristige Effekte zu beurteilen.

Durch diese strukturierte Herangehensweise kann ein Unternehmen nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeitenden steigern, sondern auch die eigenen Prozesse kontinuierlich verbessern. Es gilt, flexibel zu bleiben und die Bedürfnisse der Belegschaft laufend zu berücksichtigen.