Flexible Arbeitszeiten fördern Arbeitszufriedenheit

Autor: Roman Mayr

Flexible Arbeitszeiten fördern Arbeitszufriedenheit

Mitarbeiterzufriedenheit ·

Flexible Arbeitszeiten als Schlüssel zur Mitarbeiterzufriedenheit

Flexible Arbeitszeiten sind ein bewährtes Instrument, um die Mitarbeiterzufriedenheit in KMUs zu steigern. Sie ermöglichen es den Mitarbeitenden, Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren, was zu einer höheren Motivation und Produktivität führen kann. Doch in der Praxis gibt es einige häufige Fehler, die die Vorteile dieser Massnahme beeinträchtigen können.

Fehlende klare Richtlinien

Ein häufiger Fehler ist das Fehlen klarer Richtlinien und Erwartungen. Wenn Mitarbeitende nicht genau wissen, welche Flexibilität ihnen zur Verfügung steht und wie diese genutzt werden kann, kann dies zu Unsicherheit und Missverständnissen führen. Abhilfe kann hier eine klare Dokumentation der flexiblen Arbeitszeitregelungen schaffen. Diese sollte leicht zugänglich und verständlich sein. Mitarbeitende sollten die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen, um sicherzustellen, dass sie die Regelungen vollständig verstehen.

Ungleichheit bei der Umsetzung

Ein weiterer typischer Fehler ist die Ungleichheit bei der Umsetzung flexibler Arbeitszeiten. Wenn einige Mitarbeitende flexiblere Optionen geniessen als andere, ohne dass dies transparent oder gerechtfertigt ist, kann dies zu Unzufriedenheit und Spannungen im Team führen. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Regelungen für alle Mitarbeitenden verständlich und fair sind und auf nachvollziehbaren Kriterien basieren. Regelmässige Überprüfungen und Feedbackrunden können helfen, die Chancengleichheit zu wahren und die Regelungen bei Bedarf anzupassen.

Mangelnde Kontrolle der Arbeitsprozesse

Oftmals wird die Einführung flexibler Arbeitszeiten mit mangelnder Kontrolle über die Arbeitsprozesse gleichgesetzt. Dies kann zu einem Gefühl des Kontrollverlusts bei Führungskräften führen und zu vermeintlichen Produktivitätseinbussen. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, klare Zielvorgaben und Erwartungen zu formulieren. Regelmässige Meetings und effiziente Kommunikationstools können helfen, den Fortschritt zu überwachen und sicherzustellen, dass die Arbeitsergebnisse die gewünschten Standards erfüllen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse und Planung: Innerhalb der ersten Woche sollten Sie eine Bestandsaufnahme der aktuellen Arbeitszeitregelungen machen. Identifizieren Sie Bereiche, in denen Flexibilität bereits besteht, und solche, wo Verbesserungen nötig sind.
  2. Erstellung klarer Richtlinien: Entwickeln Sie in der zweiten Woche klare, verständliche Richtlinien für flexible Arbeitszeiten. Diese sollten fair und für alle Mitarbeitenden gleichermassen anwendbar sein.
  3. Kommunikation und Feedback: In der dritten Woche sollten Sie die neuen Richtlinien kommunizieren und sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen. Planen Sie Meetings oder Workshops ein, um Feedback zu sammeln.
  4. Überwachung und Anpassung: Verwenden Sie die nächste Woche, um die Umsetzung zu beobachten. Halten Sie regelmässige Check-ins mit Ihren Teams ab, um zu prüfen, wie die neuen Regelungen angenommen werden und wo Anpassungen nötig sind.

Mit einer strukturierten und durchdachten Einführung flexibler Arbeitszeiten können KMUs nicht nur die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden erhöhen, sondern auch deren langfristige Bindung ans Unternehmen fördern.