Fundament eines erfolgreichen Kennzahlen-Frameworks

Autor: Roman Mayr

Fundament eines erfolgreichen Kennzahlen-Frameworks

Business Intelligence ·

Kernaussage: Die Einführung eines robusten Kennzahlen-Frameworks ist essenziell für jedes KMU, um fundierte Entscheidungen zu treffen und den Geschäftserfolg langfristig zu gewährleisten.

Kennzahlen oder Key Performance Indicators (KPIs) sind unverzichtbare Werkzeuge, um die Leistung eines Unternehmens zu überwachen und zu bewerten. Ein effektives Kennzahlen-Framework ist dabei von grosser Bedeutung, um sicherzustellen, dass die wesentlichen Aspekte des Geschäfts erfasst und bewertet werden.

Typische Fehler bei der Implementierung und deren Korrektur

Fehler 1: Zu viele Kennzahlen definieren
Ein häufiger Fehler besteht darin, eine übermässige Anzahl von Kennzahlen festzulegen. Dies führt nicht nur zu einer Überlastung der Berichtsmechanismen, sondern kann auch zu einem Fokusverlust führen, da Mitarbeitende Schwierigkeiten haben, die wirklich entscheidenden Werte herauszusieben.

Korrektion: Priorisieren Sie die wichtigsten Kennzahlen, die eng mit den strategischen Zielen des Unternehmens verknüpft sind. Beschränken Sie sich auf jene Kennzahlen, die unmittelbaren Einfluss auf die Zielerreichung haben. Ein überschaubarer Katalog von etwa fünf bis zehn Hauptkennzahlen ist optimal.

Fehler 2: Fehlende Ausrichtung auf Unternehmensstrategien
Ein weiteres Problem ist die fehlende Abstimmung der Kennzahlen mit den langfristigen Unternehmensstrategien. Dadurch wird die Relevanz der Kennzahlen untergraben und ihr Mehrwert wird geschmälert.

Korrektion: Stellen Sie sicher, dass jede Kennzahl direkt auf ein strategisches Ziel des Unternehmens einzahlt. Führen Sie regelmässige strategische Überprüfungen durch, um die Relevanz der Kennzahlen zu validieren und deren Ausrichtung sicherzustellen.

Fehler 3: Vernachlässigung der Datenqualität
Selbst die besten Kennzahlen verlieren ihren Wert, wenn die zugrunde liegenden Daten unzuverlässig sind. Fehlerhafte oder inkonsistente Daten führen zu falschen Schlüssen und beeinträchtigen die Entscheidungsfindung.

Korrektion: Implementieren Sie klare Prozesse für die Datenerfassung, -verarbeitung und -validierung. Schulungen für Mitarbeitende, die mit Daten arbeiten, können sicherstellen, dass die Datenqualität ihren hohen Ansprüchen genügt.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Bestandsaufnahme und Rationalisierung
Analysieren Sie die aktuell verwendeten Kennzahlen hinsichtlich ihrer Relevanz und Übereinstimmung mit den Unternehmenszielen. Entfernen Sie überflüssige oder irrelevante Kennzahlen und steuern Sie konkrete Anpassungen bis zum Ende der ersten Woche.
  1. Strategische Ausrichtung prüfen
Ordnen Sie jeder Kennzahl spezifische Geschäftszielen zu. Dies sollte in der zweiten Woche erfolgen und kann durch Workshops mit Führungskräften und Mitarbeitenden unterstützt werden.
  1. Prozess zur Sicherstellung der Datenqualität entwickeln
Erstellen Sie bis zum Ende der dritten Woche einen klaren Prozess zur Überprüfung und Sicherung der Datenqualität. Schulen Sie relevante Mitarbeitende hinsichtlich dieser Prozesse.
  1. Regelmässige Überprüfungsmechanismen einführen
Planen Sie im letzten Schritt regelmässige Evaluations- und Anpassungszyklen ein, um die Relevanz und Effektivität der Kennzahlen kontinuierlich sicherzustellen. Dies kann etwa monatlich oder pro Quartal erfolgen.

Durch die Implementierung dieser Schritte schaffen Sie die notwendige Grundlage, um ein erfolgreiches Kennzahlen-Framework in Ihrem Unternehmen zu etablieren und nachhaltig von dessen Vorteilen zu profitieren.