Generative KI: Auswahl und Priorisierung für Unternehmen

Autor: Roman Mayr

Generative KI: Auswahl und Priorisierung für Unternehmen

Generative KI im Unternehmen ·

Kernaussage: Eine systematische Priorisierung des Use-Case-Portfolios für generative Künstliche Intelligenz (KI) ist entscheidend, um Ressourcen effizient zu nutzen und den grösstmöglichen Mehrwert für das Unternehmen zu erzielen.

Typische Fehler und deren Korrektur

Fehler 1: Fehlende klare Bewertungskriterien

Oftmals beginnen Unternehmen Projekte im Bereich der generativen KI ohne klar definierte Bewertungskriterien. Dies führt zu subjektiven Entscheidungen und kann Ressourcen unnötig binden.

Lösung: Entwickeln Sie eine standardisierte Bewertungsmatrix. Diese sollte Kriterien wie erwarteter wirtschaftlicher Nutzen, technische Machbarkeit, zeitlicher Aufwand und Risikofaktoren umfassen. Eine solche Matrix ermöglicht eine objektive Analyse und Vergleichbarkeit der Use Cases.

Fehler 2: Vernachlässigung der strategischen Ausrichtung

Viele Unternehmen priorisieren Use Cases, die kurzfristige Erfolge garantieren, ohne auf die strategische Ausrichtung zu achten. Dies kann die langfristige Wettbewerbsfähigkeit gefährden.

Lösung: Stellen Sie sicher, dass jeder Use Case im Einklang mit den strategischen Unternehmenszielen steht. Prüfen Sie die bestehenden Geschäftsstrategien und bewerten Sie, wie gut jeder Use Case diese unterstützt.

Fehler 3: Unzureichendes Stakeholder-Engagement

Ein verbreiteter Fehler ist, dass relevante Stakeholder bei der Priorisierung des Use-Case-Portfolios nicht eingebunden werden. Ihre fehlende Unterstützung kann den Erfolg eines Projekts gefährden.

Lösung: Involvieren Sie von Anfang an alle relevanten Stakeholder. Organisieren Sie Workshops oder Meetings, um deren Perspektiven und Bedenken zu hören. Eine frühzeitige Einbindung kann die Akzeptanz und Unterstützung für die Projekte erhöhen.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

Tage 1-7: Grundlagen schaffen


  • Erstellen Sie ein multidisziplinäres Team, bestehend aus Mitarbeitern der technischen Abteilungen, strategischen Planern und wichtigen Stakeholdern.
  • Entwickeln Sie die Bewertungsmatrix für Use Cases, angepasst an die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens.

Tage 8-14: Bewertung und Analyse


  • Sammeln Sie alle potenziellen Use Cases, die derzeit in Betracht gezogen werden, und erfassen Sie diese systematisch.
  • Bewerten Sie jeden Use Case nach der erstellten Matrix und identifizieren Sie jene mit dem höchsten Potenzial in Bezug auf Nutzen und Übereinstimmung mit der Unternehmensstrategie.

Tage 15-21: Stakeholder-Integration


  • Organisieren Sie Workshops mit den relevanten Stakeholdern, um die Ergebnisse der Bewertung vorzustellen und deren Feedback einzuholen.
  • Überarbeiten Sie die Priorisierung basierend auf dem erhaltenen Feedback, um sicherzustellen, dass sie alle Anforderungen und Bedenken berücksichtigt.

Tage 22-30: Operationalisierung


  • Entwickeln Sie einen klaren Umsetzungsplan für die priorisierten Use Cases, inklusive Zeitplänen, Ressourcenallokation und Verantwortlichkeiten.
  • Kommunizieren Sie den implementierungsfähigen Plan im Unternehmen, um Transparenz und Unterstützung sicherzustellen.

Mit einem strukturierten Ansatz zur Priorisierung des Use-Case-Portfolios im Bereich generative KI verschaffen Sie Ihrem Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil und stellen sicher, dass Investitionen zielgerichtet und effizient eingesetzt werden.