Geschäftserfolg durch gezielte Kennzahlenanalyse

Autor: Roman Mayr

Geschäftserfolg durch gezielte Kennzahlenanalyse

Business Intelligence ·

In der heutigen Geschäftswelt ist es unentbehrlich, präzise und relevante Kennzahlen zu nutzen, um strategische Entscheidungen zu treffen. Ein effektives Kennzahlen-Framework stellt sicher, dass aus Daten wertvolle Informationen werden. Die Auswahl und Anwendung der richtigen Kennzahlen sind entscheidend, um den Geschäftserfolg zu verstehen und zu steuern.

Typische Fehler bei der Implementierung von Kennzahlen-Frameworks

Ein häufiges Versäumnis im Prozess ist die Sammlung einer übermässigen Anzahl von Kennzahlen. Diese Datenschwemme kann kontraproduktiv wirken, wenn die Übersicht verloren geht und keine klare Priorisierung stattfindet. Es ist wichtig, sich auf wenige, aber dafür wesentliche Kennzahlen zu konzentrieren, die direkt mit den Unternehmenszielen in Verbindung stehen.

Ein weiterer Fehler ist die Fokussierung auf vergangenheitsorientierte Messgrössen. Diese retrospektiven Kennzahlen bieten zwar Einblick in historische Leistungen, liefern jedoch keinen Anreiz für zukünftige Strategien. Unternehmen sollten verstärkt auf prognostische Kennzahlen setzen, die Aufschluss über zukünftige Trends und Entwicklungen geben können.

Zudem vernachlässigen Unternehmen oft die Schulung und das Engagement der Mitarbeitenden. Ein Kennzahlen-Framework ist nur so gut wie die Menschen, die es anwenden. Fehlende Schulungen und mangelnde Kommunikation der Bedeutung jeder Kennzahl können dazu führen, dass Mitarbeitende die Daten nicht verstehen oder falsch interpretieren.

Korrekturschritte


  1. Priorisierung: Reduzieren Sie die Anzahl der Kennzahlen auf ein überschaubares Mass. Wählen Sie zwei bis drei zentrale Kennzahlen, die direkt mit den aktuellen Geschäftszielen übereinstimmen.
  2. Zukünftige Ausrichtung: Integrieren Sie prädiktive Kennzahlen, die nicht nur die Vergangenheit reflektieren, sondern auch zukünftige Geschäftsbedingungen antizipieren. Analysieren Sie beispielsweise Markttrends oder Kundenverhaltensdaten.
  3. Mitarbeiterschulung: Investieren Sie in regelmässige Schulungen und Workshops, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten die Relevanz der Kennzahlen verstehen und in der Lage sind, anhand dieser Daten fundierte Entscheidungen zu treffen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Bestandsaufnahme und Bereinigung (Tag 1–7): Analysieren Sie Ihr bestehendes Kennzahlen-Set. Entfernen Sie irrelevante oder redundante Kennzahlen. Stellen Sie sicher, dass die verbleibenden Kennzahlen klar definiert und interpretiert sind.
  2. Zielfokus und Prädiktion (Tag 8–14): Wählen Sie Kennzahlen aus, die direkt mit den strategischen Zielen Ihres Unternehmens verbunden sind. Arbeiten Sie mit Ihrem BI-Team zusammen, um prädiktive Modelle zu entwickeln und diese in Ihr Framework zu integrieren.
  3. Schulung und Kommunikation (Tag 15–21): Planen Sie Schulungen und Workshops für die Mitarbeitenden. Erklären Sie die Bedeutung jeder Kennzahl und wie diese zur Erreichung der Unternehmensziele beiträgt. Stellen Sie sicher, dass die Kommunikation klar und für alle verständlich ist.
  4. Evaluierung und Anpassung (Tag 22–30): Überprüfen Sie die Wirksamkeit der implementierten Kennzahlen und Schulungen. Sammeln Sie Feedback von den Mitarbeitenden und passen Sie das Framework bei Bedarf an. Stellen Sie sicher, dass es kontinuierlich an die sich ändernden Geschäftsanforderungen und -ziele ausgerichtet bleibt.

Durch diese strukturierte Vorgehensweise können Schweizer KMU ein effektives und zielgerichtetes Kennzahlen-Framework etablieren, das als solides Fundament für datenbasierte Entscheidungen dient.