Gesicherte Zugriffsstrategie in Cloud-Ressourcen

Autor: Roman Mayr

Gesicherte Zugriffsstrategie in Cloud-Ressourcen

Cloud-Infrastruktur ·

Sicherheit und Zugriffe in der Cloud-Infrastruktur sind von entscheidender Bedeutung für Unternehmen jeder Grösse. Eine solide Sicherheitsstrategie schützt nicht nur vor Datenverlust und unbefugtem Zugriff, sondern stellt auch sicher, dass die Geschäftskontinuität gewahrt bleibt. Ein häufiger Fehler besteht darin, Sicherheitsbestimmungen nur unzulänglich an die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens anzupassen. Zwei bis drei typische Fehler und deren Korrekturen können dazu beitragen, die Risiken zu minimieren.

Typische Fehler


  1. Mangelhafte Zugangskontrollen:
Viele Unternehmen geben zu viele Mitarbeiter Zugriffsrechte auf die Cloud-Ressourcen, ohne dass dies unbedingt notwendig wäre. Diese Praxis erhöht das Risiko eines Datenlecks erheblich.

Korrektur: Implementieren Sie das Prinzip der geringstmöglichen Berechtigungen (Least Privilege Principle). Überprüfen Sie alle bestehenden Zugriffsrechte und schränken Sie den Zugang auf das absolut notwendige Mass ein. Etablieren Sie Rollen und Verantwortlichkeiten klar und setzen Sie regelmässige Audits an, um sicherzustellen, dass Zugriffsmöglichkeiten stets aktuell und relevant sind.

  1. Unzureichende Verschlüsselung von Daten:
Daten, die in der Cloud gespeichert sind, werden häufig nicht ausreichend verschlüsselt, was zu einer erhöhten Gefahr von Sicherheitsverletzungen führt.

Korrektur: Nutzen Sie bewährte Verschlüsselungsstandards für Daten sowohl in Bewegung als auch im Ruhezustand. Stellen Sie sicher, dass Verschlüsselungstools regelmässig aktualisiert werden und dass die Schlüsselverwaltung den höchsten Sicherheitsstandards entspricht. Mitarbeiterschulungen in Datenschutz sowie der regelmässige Austausch mit dem IT-Dienstleister können hier zusätzliche Sicherheitsmassnahmen darstellen.

  1. Fehlende Überwachungs- und Überprüfungsprozesse:
Ohne fortlaufende Überwachung und Protokollierung der Aktivitäten in der Cloud besteht die Gefahr, dass Sicherheitsvorfälle unbemerkt bleiben.

Korrektur: Richten Sie ein umfassendes Monitoring-System ein, das sämtliche Aktivitäten überwacht und Protokolle führt. Benutzen Sie Werkzeuge zur Intrusion Detection und führen Sie regelmässige Sicherheitsüberprüfungen durch. Automatisieren Sie den Prozess, um sofortige Benachrichtigungen über ungewöhnliche Aktivitäten zu erhalten. Berücksichtigen Sie zudem eine vierteljährliche Review des Sicherheitskonzepts, um Neuerungen und Anpassungen zeitnah umzusetzen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

In der ersten Woche sollten Sie alle Zugriffsrechte in Ihrem Cloud-System überprüfen und nach dem Prinzip der minimalen Rechte anpassen. Parallel dazu ist es ratsam, eine Verschlüsselungsrichtlinie zu entwerfen, wenn diese noch nicht existiert, und geeignete Tools zu recherchieren. In der zweiten Woche des einen Antiviren-Scans- und Überwachungstools einrichten. Planen Sie zudem Schulungen für ihre Mitarbeitenden, um das Bewusstsein für Sicherheitspraktiken zu stärken.

Zwischen der zweiten und dritten Woche sollten Sie die Implementierung der Verschlüsselungsrichtlinie beginnen und die automatisierten Überwachungswerkzeuge in Betrieb nehmen. Setzen Sie sich wöchentliche Meilensteine, um den Fortschritt zu messen und bei Bedarf nachzubessern. Bis zum Ende der vier Wochen sollten die grundlegenden Sicherheitsmassnahmen etabliert und alle Mitarbeitenden über die Änderungen informiert sein. Begleiten Sie die Einführung der Änderungen mit regelmässigen Updates und Feedbackrunden, um die Effizienz der Sicherheitsstrategie zu gewährleisten und etwaige Probleme zeitnah zu beheben.