Gezielte Information als Schlüssel zum Change-Erfolg

Autor: Roman Mayr

Gezielte Information als Schlüssel zum Change-Erfolg

Change Kommunikation ·

Gezielte Stakeholder-Kommunikation als Schlüssel zum erfolgreichen Change Management

Die effektive Information von Stakeholdern ist entscheidend für den Erfolg jedes Change-Projekts in einem Unternehmen. Eine präzise und gezielte Kommunikation sorgt dafür, dass alle Beteiligten den Wandel verstehen und unterstützen. Häufig treten jedoch einige typische Fehler auf, die zu Missverständnissen und Widerständen führen können.

Typische Fehler in der Stakeholder-Kommunikation


  1. Unzureichende Analyse der Stakeholder-Gruppe: Einer der häufigsten Fehler besteht darin, dass Stakeholder nicht korrekt identifiziert und klassifiziert werden. Häufig wird ein "One-size-fits-all"-Ansatz gewählt, bei dem alle Stakeholder gleich behandelt werden, ohne deren individuelle Informationsbedürfnisse und Einflussmöglichkeiten zu berücksichtigen. Dies kann dazu führen, dass wichtige Interessengruppen unzureichend informiert bleiben und sich nicht ausreichend eingebunden fühlen.

Korrektur: Eine gründliche Stakeholder-Analyse zu Beginn des Change-Prozesses ist unerlässlich. Identifizieren Sie alle internen und externen Stakeholder und klassifizieren Sie diese nach ihrem Einfluss und Interesse. Nutzen Sie ein Stakeholder-Mapping, um festzulegen, welche Gruppe wann und wie informiert werden sollte.
  1. Fehlende Regelmässigkeit in der Kommunikation: Oft bleibt die Kommunikation während des Veränderungsprozesses unregelmässig, was zu Unklarheiten und Spekulationen unter den Stakeholdern führen kann. Dies kann das Vertrauen in das Change-Projekt untergraben und Widerstand hervorrufen.

Korrektur: Entwickeln Sie einen Kommunikationsplan, der regelmässige Updates beinhaltet. Diese sollten klar strukturiert sein und relevante Informationen in einer für die jeweilige Stakeholder-Gruppe verständlichen Form bereitstellen. Nutzen Sie dabei verschiedene Kommunikationskanäle, um die Botschaften breit zu streuen.
  1. Unklare oder fachspezifische Sprache: Die Verwendung von unklaren oder fachspezifischen Begriffen kann dazu führen, dass Stakeholder die Relevanz oder die Auswirkungen des Change-Projekts nicht vollständig erfassen. Dies kann zu Missverständnissen und Verwirrung führen.

Korrektur: Passen Sie die Sprache Ihrer Kommunikation an das jeweilige Publikum an. Vermeiden Sie Fachjargon und stellen Sie sicher, dass die Informationen auch für Stakeholder ohne spezifisches Fachwissen verständlich sind. Eine klare und prägnante Ausdrucksweise schafft Klarheit und Vertrauen.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Tag 1–7: Stakeholder-Analyse und -Planung
Beginnen Sie mit einer detaillierten Stakeholder-Analyse. Listen Sie alle potenziellen Stakeholder auf und ordnen Sie diese nach Einfluss und Interesse. Erstellen Sie ein Stakeholder-Mapping, um den Informationsbedarf und die bevorzugten Kommunikationskanäle jeder Gruppe zu definieren.
  1. Tag 8–14: Entwicklung des Kommunikationsplans
Basierend auf der Analyse erstellen Sie einen umfassenden Kommunikationsplan. Legen Sie Frequenz und Form der Updates fest und bestimmen Sie Verantwortliche für die Kommunikation mit den verschiedenen Stakeholder-Gruppen. Berücksichtigen Sie dabei, welche Informationen für welche Gruppe von besonderem Interesse sind.
  1. Tag 15–30: Implementierung und Anpassung
Beginnen Sie mit der Umsetzung Ihres Kommunikationsplans. Achten Sie darauf, dass die Kommunikation konsistent und klar ist. Nutzen Sie Feedback-Schleifen, um die Reaktionen der Stakeholder zu verfolgen und den Kommunikationsplan gegebenenfalls anzupassen. Beachten Sie hierbei besonders die Rückmeldungen, um eine kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.

Die gezielte Information und Einbindung der Stakeholder ist ein fortlaufender Prozess, der kontinuierliche Aufmerksamkeit und Anpassung erfordert. Eine durchdachte Strategie verhindert Missverständnisse und fördert die Akzeptanz notwendiger Veränderungen im Unternehmen.