
Grenzen und Komplexität bei Microservices
Microservices, die in der IT-Architektur immer häufiger zum Einsatz kommen, bieten entscheidende Vorteile hinsichtlich Skalierbarkeit und Wartbarkeit von Anwendungen. Der Entwurf von Microservices erfordert jedoch eine sorgfältige Planung, um tatsächlich die versprochenen Vorteile zu realisieren. Im Folgenden werden typische Fehler beim Entwurf von Microservices beleuchtet und Anleitungen zur Vermeidung dieser gegeben.
Kernaussage
Microservices sind eine vielversprechende Architektur, die jedoch einer präzisen Konzeptionierung bedarf. Fehler in der Entwurfspraxis können die erwarteten Vorteile schnell zunichtemachen.
Typische Fehler beim Entwerfen von Microservices
Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Definition der Dienstgrenzen. Häufig wird angenommen, dass Microservices lediglich als kleine Teile einer Applikation betrachtet werden, ohne jedoch klar zu definieren, was jeder Dienst tatsächlich leisten soll. Die Folge ist oft eine übermässige Interdependenz und übermässige Kommunikation zwischen den Diensten. Dies führt zu erhöhter Komplexität und erschwert sowohl die Entwicklung als auch die Wartung.
Korrektur: Eine klare Abgrenzung der Dienste von Anfang an ist unabdingbar. Hierbei sollte auf das Prinzip der Einhaltung von Domänengrenzen geachtet werden. Jeder Dienst sollte eine spezifische Geschäftsdomäne abbilden und klar definierte Schnittstellen besitzen, um anderen Diensten Dienste anzubieten.
Ein weiterer häufiger Fehler liegt in der Überkomplizierung der Infrastruktur. Viele Unternehmen streben von Anfang an danach, eine hochkomplexe und automatisierte Infrastruktur aufzubauen, was den Einführungsprozess in den meisten Fällen erheblich verlangsamt.
Korrektur: Beginnen Sie mit einer einfachen Infrastruktur und skalieren Sie diese schrittweise nach Bedarf. Setzen Sie auf einfache Technologien, die sich schnell implementieren lassen und erst danach Komplexität hinzufügen, wenn die Services in einer stabilen Umgebung laufen.
Handlungsanleitung
Um in den nächsten 14 bis 30 Tagen einen effektiven Entwurf von Microservices zu gewährleisten, sollten die folgenden Schritte in Angriff genommen werden:
- Analyse und Planung (Tage 1–5): Identifizieren Sie die wesentlichen Funktionen Ihres Systems und gruppieren Sie diese logisch nach Geschäftsdomänen. Entwerfen Sie initiale Schnittstellen und definieren Sie die Grenzen zwischen den verschiedenen Microservices.
- Prototyping (Tage 6–14): Entwickeln Sie einen funktionalen Prototypen für einen oder zwei Microservices. Achten Sie darauf, dass sämtliche Schnittstellen klar definiert und dokumentiert sind.
- Review und Feedback (Tage 15–20): Sammeln Sie Feedback von relevanten Stakeholdern und passen Sie die Entwürfe entsprechend an. Dies hilft, Missverständnisse frühzeitig zu erkennen und in der Entwicklungsphase zu korrigieren.
- Iterative Verfeinerung und Implementierung (Tage 21–30): Basierend auf dem erhaltenen Feedback führen Sie iterative Verbesserungen durch. Beginnen Sie mit kleinen Schritten, um bei der Implementierung und der Auswahl der Infrastruktur keinen übermässigen Aufwand zu generieren.
Indem Sie strukturiert und schrittweise vorgehen, minimieren Sie das Risiko, dass die Implementierung von Microservices in einem organisatorischen Chaos endet. Dies führt zu einer Architektur, die den zukünftigen Anforderungen Ihres Unternehmens gewachsen ist.