
Hyperautomation für KMU: Effektive Strategien entwickeln
Entwicklung einer effektiven Hyperautomation-Strategie
Hyperautomation verspricht, die Effizienz und Agilität von KMU zu steigern, indem repetitive Prozesse automatisiert und durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotic Process Automation (RPA) optimiert werden. Um dies erfolgreich zu implementieren, benötigen Unternehmen eine klare Strategie. Das Versäumnis, eine fundierte Herangehensweise zu entwickeln, kann die Vorteile von Hyperautomation erheblich mindern.
Typischer Fehler: Unklare Zieldefinition
Ohne klare Ziele und Zielebenen wird eine Hyperautomation-Initiative verzettelt und bleibt erfolglos. Viele Unternehmen stürzen sich in die Automatisierung, ohne Vorgaben, was sie konkret erreichen wollen, sei es die Reduktion von Kostendrücken, die Verbesserung des Kundenservice oder die Beschleunigung von Geschäftsprozessen.
Korrektur: Beginnen Sie mit einer umfassenden Bestandsaufnahme Ihrer Geschäftsprozesse. Bestimmen Sie, welche Bereiche durch Automatisierung den grössten Nutzen bringen. Setzen Sie klare, messbare Ziele, wie zum Beispiel eine 20%ige Zeitersparnis bei der Datenverarbeitung innerhalb von sechs Monaten.
Typischer Fehler: Fehlen einer soliden technologischen Infrastruktur
Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, dass Unternehmen versuchen, Hyperautomation einzuführen, ohne über die nötige technologische Infrastruktur zu verfügen. Ohne stabile Datenströme und nahtlos integrierte Systeme kann die Automatisierung nicht effizient umgesetzt werden.
Korrektur: Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Datenquellen und Systeme in Ihrer bestehenden IT-Infrastruktur reibungslos miteinander kommunizieren können. Investieren Sie gegebenenfalls in die Modernisierung Ihrer IT-Landschaft, bevor Sie mit der Automatisierung beginnen.
Typischer Fehler: Vernachlässigung des Change Managements
Eine erfolgreiche Hyperautomation erfordert nicht nur technologische Anpassungen, sondern auch einen kulturellen Wandel innerhalb des Unternehmens. Häufig wird übersehen, dass Mitarbeiter auf diesen Wandel vorbereitet und einbezogen werden müssen.
Korrektur: Entwickeln Sie ein umfassendes Change-Management-Programm, das Schulungen und Kommunikation einschliesst. Involvieren Sie von Beginn an interdisziplinäre Teams und berücksichtigen Sie ihre Rückmeldungen bei der Gestaltung der Automationsprozesse.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Woche 1–2: Bestandsaufnahme und Zieldefinition
- Führen Sie Workshops mit Führungskräften und Prozessverantwortlichen durch, um Kernprozesse zu identifizieren, die automatisiert werden können.
- Setzen Sie konkrete, messbare Ziele für die Automationsinitiative.
- Woche 2–3: Technologische Evaluierung
- Überprüfen Sie Ihre aktuelle IT-Infrastruktur und identifizieren Sie Lücken in Datenflüssen und Interoperabilität.
- Beginnen Sie mit der Planung notwendiger Infrastruktur-Updates oder Ergänzungen, um eine reibungslose Integration von Automatisierungstechnologien zu gewährleisten.
- Woche 3–4: Stakeholder-Engagement und Change Management
- Entwickeln Sie einen ersten Entwurf eines Change-Management-Plans, der Schulungen, Kommunikation und eine Change-Agent-Struktur umfasst.
- Organisieren Sie Informationsveranstaltungen und Schulungen, um das Verständnis und die Akzeptanz der Hyperautomation-Strategie innerhalb des Unternehmens zu fördern.
Durch eine präzise Planung und Umsetzung der Strategie kann Hyperautomation zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil für KMU werden. Ein strukturierter Ansatz sorgt dafür, dass nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch die Weichen richtig gestellt werden.