Hyperautomation in der Unternehmensstrategie

Autor: Roman Mayr

Hyperautomation in der Unternehmensstrategie

Hyperautomation ·

Hyperautomation: Eine Strategie für die Zukunft entwickeln

Hyperautomation, als Weiterentwicklung von traditionellen Automatisierungsansätzen, bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre betrieblichen Abläufe zu optimieren und effizienter zu gestalten. Eine umfassende Hyperautomation-Strategie ist dabei entscheidend, um das volle Potenzial dieser Technologie auszuschöpfen. Die Kernidee besteht darin, durch die Kombination von Robotergesteuerter Prozessautomatisierung (RPA), künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen Prozesse zu automatisieren, die bisher manuell oder nur teilautomatisiert ausgeführt wurden.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Fehlende klare Zieldefinition:
Ein häufiger Fehler bei der Entwicklung einer Hyperautomation-Strategie ist das Versäumnis, klare, messbare Ziele zu definieren. Unternehmen beginnen oft, Tools zu implementieren, ohne genau zu wissen, welchen konkreten Nutzen sie erzielen möchten.
Korrektur: Zu Beginn der Strategieentwicklung müssen spezifische Ziele festgelegt werden. Beispielsweise könnte ein Ziel die Reduktion der Bearbeitungszeit für einen bestimmten Prozess um 30 % innerhalb eines Jahres sein. Ziele sollten SMART (spezifisch, messbar, erreichbar, relevant, zeitgebunden) formuliert sein.
  1. Unzureichende Analyse der bestehenden Prozesse:
Ohne eine gründliche Analyse der aktuellen Geschäftsprozesse riskieren Unternehmen, ineffiziente oder unnötige Prozesse zu automatisieren. Dies führt zu suboptimalen Ergebnissen und kann die Gesamtleistung sogar verschlechtern.
Korrektur: Führen Sie eine umfassende Prozessanalyse durch, um die Prozesse zu identifizieren, die den grössten Nutzen durch Automation erzielen können. Dies kann durch Prozess-Mapping und die Konsultation von Mitarbeitenden geschehen, die täglich mit den betreffenden Prozessen arbeiten.
  1. Vernachlässigung der Skalierbarkeit:
Oft wird bei der Implementierung von Automationslösungen nicht bedacht, wie diese in der Zukunft skaliert werden können. Technologien werden eingeführt, die möglicherweise nicht mit dem Wachstum des Unternehmens mithalten können oder die Integration neuer Systeme erschweren.
Korrektur: Von Anfang an sollte darauf geachtet werden, dass die gewählten Lösungen skalierbar sind. Dies beinhaltet die Wahl flexibler, anpassbarer Technologien sowie die Planung der Integration künftiger Entwicklungen in der Hyperautomation.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

In den ersten zwei Wochen sollten Sie sich darauf konzentrieren, ein bereichsübergreifendes Team zusammenzustellen, das für die Entwicklung und Umsetzung der Hyperautomation-Strategie verantwortlich ist. Dazu gehören Vertreter aus den Bereichen IT, operative Geschäftsbereiche und Prozessmanagement.

In der folgenden Zeitspanne von zwei bis vier Wochen sollten Sie:

  • Prozessanalyse durchführen: Erfassen und analysieren Sie alle relevanten Geschäftsprozesse. Priorisieren Sie Prozesse, die kritisch für den Geschäftserfolg sind und am meisten von einer Automatisierung profitieren würden.
  • Ziele definieren: Setzen Sie klare, realistische Ziele wie die oben beschriebenen SMART-Ziele.
  • Technologische Bedarfsanalyse: Untersuchen Sie, welche bestehenden Technologien genutzt werden können und wo der Bedarf an neuen Lösungen besteht. Prüfen Sie die Kompatibilität und Skalierbarkeit dieser Technologien.
  • Erster Proof of Concept (PoC): Identifizieren Sie einen überschaubaren Prozess zur Automatisierung und setzen Sie einen PoC um. Dies wird Ansatzpunkte bieten, aus denen für die breite Implementierung gelernt werden kann.

Es ist unerlässlich, dass die gesamte Organisation in diesen Prozess eingebunden wird, um Akzeptanz und Verständnis für Hyperautomation zu fördern. Der Erfolg Ihrer Strategie hängt letztlich davon ab, wie gut die Neuerungen von der Belegschaft angenommen und umgesetzt werden können.