integrieren. Ein Data-Privacy-by-Design-Ansatz kann hier Abhilfe schaffen.

Autor: Roman Mayr

integrieren. Ein Data-Privacy-by-Design-Ansatz kann hier Abhilfe schaffen.

Responsible AI & Compliance ·

Verantwortungsvolle KI-Entwicklung im DACH-Raum sicherstellen

Die Einhaltung regulatorischer Anforderungen für Künstliche Intelligenz (KI) ist im DACH-Raum von grosser Bedeutung, um sowohl rechtliche Sicherheit zu gewährleisten als auch das Vertrauen der Kunden zu erhalten. Die Einhaltung relevanter Vorgaben wie der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) oder spezifischer nationaler Richtlinien ist hierfür unerlässlich. Oftmals stehen Unternehmen jedoch vor der Herausforderung, diverse Compliance-Vorschriften in Einklang zu bringen, während sie gleichzeitig Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen müssen.

Typische Fehler und deren Korrektur

Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Datentransparenz. Viele Unternehmen vernachlässigen es, klare Prozesse zur Nachverfolgbarkeit der Datennutzung zu etablieren. Dies führt nicht nur zu einem Vertrauensverlust, sondern kann auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Zur Korrektur sollten Unternehmen in den Aufbau eines robusten Datenmanagementsystems investieren, das lückenlose Transparenz über den gesamten Datenlebenszyklus gewährleistet.

Ein weiterer Fehler besteht in der fehlenden Dokumentation von KI-Entscheidungsprozessen. Ohne nachvollziehbare Aufzeichnungen ist es schwierig, die Entscheidungswege einer KI zu rechtfertigen, was insbesondere bei Audits problematisch sein kann. Zur Lösung sollte eine umfassende Dokumentationsstrategie entwickelt und implementiert werden, die den gesamten Entwicklungsprozess und die Entscheidungswege der KI-Systeme detailliert erfasst.

Ein dritter Fehler, der häufig gemacht wird, betrifft die mangelhafte Implementierung von Datenschutzvorgaben in der KI-Entwicklung. Viele Unternehmen versäumen es, datenschutzrechtliche Anforderungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess zu integrieren. Zur Behebung sollte der Datenschutz als integraler Bestandteil in allen Phasen der KI-Entwicklung betrachtet werden, unterstützt von einem interdisziplinären Team aus Technik, Recht und Datenschutzbeauftragten.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Bestandsaufnahme und Analyse: Beginnen Sie in der ersten Woche mit einer umfassenden Analyse Ihrer bestehenden Daten- und AI-Prozesse. Identifizieren Sie Schwachstellen hinsichtlich Transparenz und Datenschutz. Nutzen Sie interne Audits, um ein klares Bild Ihrer aktuellen Compliance-Lage zu erhalten.
  2. Strategien zur Prozessverbesserung entwickeln: In der darauffolgenden Woche sollten Sie Strategien zur Verbesserung der identifizierten Schwachstellen entwickeln. Dazu gehört die Einführung oder Optimierung von datentransparenten Prozessen und umfassenden Dokumentationspraktiken. Falls nötig, ziehen Sie externe Experten für Datenschutz und KI hinzu.
  3. Implementierungsphase beginnen: In der dritten und vierten Woche starten Sie mit der schrittweisen Umsetzung der entwickelten Strategien. Stellen Sie sicher, dass alle betroffenen Mitarbeitenden geschult werden, um die neuen Prozesse effizient in den Arbeitsalltag zu integrieren.
  4. Kontinuierliche Überprüfung: Implementieren Sie abschliessend ein System zur kontinuierlichen Überprüfung und Anpassung Ihrer KI-Entwicklungsprozesse, um die Einhaltung der DACH-relevanten Vorgaben dauerhaft zu gewährleisten. Regelmässige interne Audits und Schulungen sollten dabei zum Standard werden.

Durch die proaktive Auseinandersetzung mit den Anforderungen und der Schaffung einer soliden Compliance-Struktur können Unternehmen im DACH-Raum nicht nur regulatorische Risiken minimieren, sondern auch das Vertrauen ihrer Kunden nachhaltig stärken.