Interaktive Prozesshandbücher für moderne Unternehmen

Autor: Roman Mayr

Interaktive Prozesshandbücher für moderne Unternehmen

IT-gestützte Prozessdokumentation ·

Prozesshandbücher interaktiv gestalten – Ein Schritt in die Zukunft der Dokumentation

Prozesshandbücher sind das Rückgrat eines jeden Unternehmensprozesses. Sie sichern die Qualität der Abläufe und ermöglichen es, Wissen organisationsweit bereitzustellen. Trotz ihrer Bedeutung sind solche Handbücher oft statisch und schwerfällig. Ein interaktiver Ansatz kann Abhilfe schaffen, indem er die Informationen lebendiger und zugänglicher gestaltet.

Typische Fehler bei der Gestaltung von Prozesshandbüchern

Ein häufig gemachter Fehler ist die Erstellung von Handbüchern in einem reinen Textformat. Dies führt dazu, dass die Informationen schwer zu durchdringen und noch schwieriger zu finden sind. Textlastige Dokumente überfordern den Leser und führen zu geringer Nutzung. Die Korrektur besteht darin, Informationen mithilfe multimedialer Inhalte anzureichern. Der Einsatz von Videos, Infografiken und interaktiven Elementen kann die Verständlichkeit verbessern und das Interesse wecken.

Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung der Aktualisierung von Prozessdokumenten. Veraltete Informationen bringen nicht nur Unsicherheiten, sondern bergen auch das Risiko falscher Anwendungen. Ein dynamisches, interaktives Handbuch, das in Echtzeit aktualisiert werden kann, verhindert diese Problematik. Dies erfordert jedoch klare Verantwortlichkeiten und Prozesse für die kontinuierliche Pflege der Inhalte.

Ein dritter typischer Fehler ist, die Anwenderfreundlichkeit ausser Acht zu lassen. Häufig fehlt es an einer klaren Struktur und Navigation, die dem Nutzer ermöglicht, schnell zu den relevanten Informationen zu gelangen. Eine Korrektur wäre, eine benutzerzentrierte Gestaltung zu implementieren, die sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert und eine selbsterklärende Navigation bietet.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse der bestehenden Prozessdokumentation: Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Prozesshandbücher. Identifizieren Sie die Bereiche, die am meisten von einer interaktiven Neugestaltung profitieren würden. Mitarbeiterfeedback kann hierbei besonders wertvoll sein.
  2. Planung und Design: Entwickeln Sie ein Konzept für die interaktive Gestaltung. Überlegen Sie, welche multimedialen Elemente einen Mehrwert bieten und welche Plattformen dafür geeignet sind. Definieren Sie KPIs zur Evaluation des Erfolgs Ihrer Initiative.
  3. Technische Umsetzung: Evaluieren Sie Werkzeuge und Software, die es ermöglichen, interaktive Inhalte in Ihre Prozesse zu integrieren. Plattformen wie Confluence, SharePoint oder spezielle Softwarelösungen zur Erstellung interaktiver Inhalte könnten infrage kommen.
  4. Pilotprojekt: Starten Sie mit einem kleineren Projekt, das als Modell für die weiteren Schritte dienen kann. Nutzen Sie die Erkenntnisse aus dem Testlauf, um das Konzept zu verfeinern.
  5. Schulung und Rollout: Schulen Sie die Mitarbeiter im Umgang mit den neuen interaktiven Prozesshandbüchern. Stellen Sie sicher, dass sie die Vorteile und die Handhabung der neuen Formate verstehen. Beginnen Sie mit dem Rollout in den Bereichen, die im Pilotprojekt erfolgreich waren.
  6. Feedback und Optimierung: Sammeln Sie regelmässig Feedback zu den neuen Prozesshandbüchern und nutzen Sie es zur kontinuierlichen Verbesserung. Dies könnte durch Umfragen, Interviews oder regelmäßige Workshops geschehen.

Mit einer solchen strukturierten Vorgehensweise kann innerhalb eines Monats ein erheblicher Fortschritt beim Übergang zu interaktiven Prozesshandbüchern erzielt werden. Letztlich steigert dies nicht nur die Effizienz der Dokumentennutzung, sondern trägt auch zur allgemeinen Verbesserung der Unternehmensprozesse bei.