Kaltakquise: Strukturierte Ansätze für Erfolg

Autor: Roman Mayr

Kaltakquise: Strukturierte Ansätze für Erfolg

Vertriebstraining ·

Kaltakquise ist eine unverzichtbare Disziplin im Vertrieb, die, wenn richtig umgesetzt, erhebliches Wachstumspotential für Unternehmen bergen kann. Die Kernthese dieses Artikels ist, dass Kaltakquise nicht mit unkoordiniertem Telefonieren gleichgesetzt werden darf. Ein strukturierter Ansatz unterscheidet erfolgversprechende Kaltakquise von ressourcenintensivem Blindflug.

Typische Fehler bei der Kaltakquise

Ein häufig auftretender Fehler ist das unzureichende Verständnis der Zielgruppe. Viele Vertriebsmitarbeiter neigen dazu, ohne ausgiebige Recherche in den Akquisitionsprozess einzusteigen. Das führt zu wenig gezielten Ansätzen, die häufig auf Desinteresse beim Angerufenen stossen. Der korrekte Ansatz besteht darin, eine präzise Buyer Persona zu erstellen, welche die Bedürfnisse, Herausforderungen und wichtigsten Merkmale der Zielgruppe umfasst.

Der zweite Fehler betrifft die fehlende Vorbereitung auf das Gespräch selbst. Oft wird der Fokus allein auf die Quantität der Anrufe gelegt, während die Qualität der Gespräche leidet. Dies lässt sich durch die Erstellung eines flexiblen Gesprächsleitfadens korrigieren, der offene Fragen bereitstellt und das Interesse des potenziellen Kunden weckt, indem er den Mehrwert und die Lösungsansätze des Angebots in den Vordergrund stellt.

Ein weiterer Fehler ist mangelnde Nachbereitung. Viele Vertriebsmitarbeiter führen ein Gespräch, ohne den nächsten Schritt zu planen oder ein nachhaltiges Beziehungsmanagement sicherzustellen. Die Lösung hierfür besteht in einer klaren Struktur für Follow-up-Aktivitäten. Diese könnte beispielsweise in Form einer CRM-Eintragung mit konkreten Wiedervorlageterminen erfolgen.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Tage 1–7: Zielgruppenanalyse und Planung
In der ersten Woche sollten Sie Ihre Zielgruppendefinition verfeinern. Entwickeln Sie detaillierte Buyer Personas und sammeln Sie Informationen über bestehende Kunden, um eine gezielte Ansprache zu ermöglichen. Planen Sie ausserdem den gesamten Akquiseprozess inkl. Gesprächsleitfaden und Nachbereitung.
  1. Tage 8–14: Erstkontakte herstellen und Feedback sammeln
Beginnen Sie mit den ersten Kaltakquise-Gesprächen. Versuchen Sie, so viele Daten wie möglich über die Reaktionen der Angerufenen zu sammeln, um den Gesprächsleitfaden bei Bedarf anzupassen und Ihren Ansatz zu verfeinern.
  1. Tage 15–21: Optimierung und Nachbereitung
Analysieren Sie die gesammelten Informationen und optimieren Sie Ihre Herangehensweise, wo nötig. Stellen Sie sicher, dass die Nachbereitung genauso ein Fokus ist wie die Erstansprache. Nutzen Sie ein CRM-System, um alle Aktivitäten zu dokumentieren und zukünftige Kontaktpunkte vorzubereiten.
  1. Tage 22–30: Routinen etablieren
Überprüfen Sie Ihren Akquiseerfolg und etablieren Sie Routinen, die Ihnen dabei helfen, nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Diese Phase sollte der Automatisierung von Prozessen sowie der Weiterentwicklung und Anpassung Ihres Ansatzes dienen, um langfristige Verbesserungen zu garantieren.

Mit dieser klaren Struktur für die Kaltakquise lassen sich Ressourcen effizienter nutzen und Erfolgspotentiale optimieren. Ein kontinuierliches Feedback und darauf basierende Anpassungen sind entscheidend, um die eigene Herangehensweise stetig zu verbessern.