Kennzahlen als Schlüssel zur besseren Prozesssteuerung

Autor: Roman Mayr

Kennzahlen als Schlüssel zur besseren Prozesssteuerung

Prozessoptimierung ·

Kennzahlen sind ein essenzielles Instrument, um Prozesse in Unternehmen zu optimieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Richtig eingesetzt, bieten sie klare Einsichten in die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Abläufen. Doch oft werden bei der Nutzung von Kennzahlen Fehler gemacht, die deren Aussagekraft schmälern oder gar ins Gegenteil verkehren können. Der korrekte Einsatz von Kennzahlen erfordert daher Sorgfalt und Systematik.

Typische Fehler bei der Nutzung von Kennzahlen und deren Korrektur

Erster häufiger Fehler ist die Verwendung von unpassenden oder irrelevanten Kennzahlen. Unternehmen neigen dazu, eine Vielzahl von Kennzahlen zu erheben, ohne zu prüfen, ob diese tatsächlich zur jeweiligen Zielsetzung passen. Der Schlüssel zur Vermeidung dieses Fehlers liegt in der Priorisierung: Konzentrieren Sie sich auf Kennzahlen, die direkt mit den betrieblichen Zielen und den zu optimierenden Prozessen korrelieren.

Ein weiterer Fehler ist die mangelhafte Interpretation der Kennzahlen. Zahlen für sich genommen erzählen keine Geschichte und können leicht Missverständnisse hervorrufen. Ohne Kontext können selbst aussagekräftige Kennzahlen zu Fehlentscheidungen führen. Hier ist es entscheidend, Kennzahlen stets im Zusammenhang mit weiteren Informationen zu interpretieren und gegebenenfalls auch qualitativen Daten zur Ergänzung heranzuziehen.

Der dritte häufige Fehler ist die unregelmässige oder inkonsequente Datenerhebung und -analyse. Wenn Kennzahlen nur sporadisch erfasst werden, entsteht ein unvollständiges Bild, das keine verlässlichen Schlussfolgerungen zulässt. Um diesen Fehler zu korrigieren, ist es ratsam, einen festen Rhythmus für die Datenerhebung und -auswertung zu etablieren, der es erlaubt, Trends zu erkennen und rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Bestandsaufnahme und Identifikation relevanter Kennzahlen: In den ersten fünf Tagen sollten Sie eine Bestandsaufnahme der aktuell verwendeten Kennzahlen vornehmen. Überprüfen Sie, welche dieser Kennzahlen für Ihre spezifischen Prozessoptimierungsziele relevant sind und entfernen Sie jene, die keinen Beitrag zur Entscheidungsfindung liefern.
  2. Kontextualisierung von Kennzahlen: Nutzen Sie die nächsten fünf Tage, um für jede relevante Kennzahl den notwendigen Kontext festzulegen. Entwickeln Sie ein Verständnis dafür, welche externen und internen Faktoren die Kennzahlen beeinflussen und definieren Sie, welche weiteren Daten zur vollständigen Interpretation notwendig sind.
  3. Einführung eines konsequenten Monitoring-Systems: Investieren Sie die folgende Woche in die Etablierung eines regelmässigen Erfassungs- und Analysetakts. Implementieren Sie gegebenenfalls ein System zur automatisierten Sammlung und Auswertung der Kennzahlen, um eine regelmässige und fehlerfreie Erhebung sicherzustellen.
  4. Schulungen und Sensibilisierung der Mitarbeitenden: Setzen Sie in der verbleibenden Zeit darauf, Ihre Mitarbeitenden im Umgang mit den identifizierten Kennzahlen zu schulen. Stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten die Bedeutung, den Kontext und den korrekten Umgang mit den Kennzahlen verstehen, um eine konsistente Anwendung zu gewährleisten.

Durch diese systematische und strukturierte Herangehensweise können Sie die Nutzung von Kennzahlen optimieren und damit die Prozessoptimierung in Ihrem Unternehmen nachhaltig vorantreiben.