
Kennzahlen: Das Rückgrat der Business Intelligence
Ein solides Kennzahlen-Framework als Fundament für erfolgreiche Business Intelligence
In der heutigen Geschäftswelt stützt sich ein grosser Teil des unternehmerischen Erfolges auf die Fähigkeit, fundierte Entscheidungen zu treffen. Ein durchdachtes Kennzahlen-Framework bildet das Rückgrat eines effektiven Business Intelligence-Systems und unterstützt KMU dabei, ihre strategischen Ziele zu erreichen. Allerdings ist die Implementierung eines soliden Frameworks herausfordernd und es geschehen häufig Fehler.
Typische Fehler bei der Implementierung eines Kennzahlen-Frameworks
Ein häufiger Fehler ist die Auswahl zu vieler oder irrelevanter Kennzahlen. Unternehmen tendieren manchmal dazu, eine grosse Anzahl an Kennzahlen zu sammeln, in der Hoffnung, dadurch ein umfassenderes Bild zu erhalten. Dies kann jedoch zu Informationsüberflutung führen und wichtige Informationen unübersichtlich machen. Die Lösung liegt in der Priorisierung: Fokussieren Sie sich auf eine Handvoll, aber bedeutende Kennzahlen, die eng mit den strategischen Zielen Ihres Unternehmens verknüpft sind. Diese sollten handlungsorientiert, messbar und einfach zu interpretieren sein.
Ein weiterer Fehler ist die unzureichende Kommunikation der Kennzahlen an die relevanten Stakeholder. Selbst gut ausgewählte Kennzahlen sind nutzlos, wenn die Nutzer nicht wissen, wie sie diese effektiv einsetzen können. Transparente Kommunikation und regelmässige Schulungen sind essenziell. Es ist wichtig, dass alle Mitarbeiter nicht nur verstehen, welche Kennzahlen wichtig sind, sondern auch warum und wie diese ihre tägliche Arbeit beeinflussen.
Schliesslich wird häufig der Fehler gemacht, dass die Verantwortlichkeit für Kennzahlen unklar bleibt. Dies führt dazu, dass keiner sich zuständig fühlt, was die Umsetzung von Massnahmen erschwert. Die Korrektur liegt in der klaren Zuordnung von Verantwortlichkeiten zu jeder Kennzahl inklusive regelmässiger Überprüfung und Anpassung.
Handlungsanleitung für die nächsten 14 bis 30 Tage
- Analyse und Evaluation (1. Woche): Überprüfen Sie die aktuell eingesetzten Kennzahlen und deren Relevanz für die Erreichung Ihrer Unternehmensziele. Halten Sie eine Sitzung mit relevanten Abteilungen ab, um deren Einschätzungen der Entscheidungsträger zu erfassen. Entscheiden Sie, welche Kennzahlen tatsächlich wertsteigernd sind.
- Priorisierung und Auswahl (2. Woche): Wählen Sie die 5 bis 10 wichtigsten Kennzahlen aus. Stellen Sie sicher, dass diese vollständig auf die übergeordneten Geschäftsziele ausgerichtet sind. Die gewählten Kennzahlen sollten einen direkten Bezug zu Erfolgskriterien des Unternehmens haben.
- Kommunikation und Schulung (3. Woche): Entwickeln Sie ein Kommunikationsplan, durch den die relevanten Stakeholder regelmäßig über die Bedeutung der Kennzahlen informiert werden. Organisieren Sie Schulungen für die betroffenen Mitarbeiter, um sicherzustellen, dass jeder die neue Kennzahlenlogik versteht und anwenden kann.
- Verantwortlichkeiten klären und erste Rückmeldungen einholen (4. Woche): Definieren Sie klar, welche Person oder welches Team für jede der Kennzahlen verantwortlich ist. Jede Verantwortung sollte messbare Ziele und Meilensteine enthalten. Führen Sie Feedback-Runden durch, um die Akzeptanz und die Anwendung der neuen Kennzahlenstruktur zu überprüfen.
Mit einem reflektierten Ansatz zur Implementierung eines effektiven Kennzahlen-Frameworks können KMU ihre Business Intelligence nachhaltig verbessern und somit fundierte und erfolgsorientierte Entscheidungen treffen.