Kennzahlen-Integration im Business Intelligence

Autor: Roman Mayr

Kennzahlen-Integration im Business Intelligence

Business Intelligence ·

Die Bedeutung eines soliden Kennzahlen-Frameworks in der Business Intelligence

Ein robustes Kennzahlen-Framework bildet das Fundament für erfolgreiche Business Intelligence in Unternehmen. Es liefert ein strukturiertes System zur Messung und Analyse von Daten, das Entscheidungsprozesse unterstützt. Der Nutzen eines solchen Frameworks liegt in der klaren und kontinuierlichen Bewertung der Unternehmensperformance. Jedoch gibt es typische Fehler, die bei der Entwicklung und Implementierung eines Kennzahlen-Frameworks vermieden werden sollten.

Mangelnde Zieldefinition

Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Definition der Unternehmensziele, welche die Basis für jegliche Kennzahlen darstellen sollten. Ohne klare Ziele verliert das Framework an Fokus und Relevanz. Die Korrektur besteht darin, spezifische, messbare, erreichbare, realistische und zeitgebundene Ziele (SMART) zu definieren. Unternehmen sollten Zeit in die strategische Planung investieren, um präzise Zielsetzungen zu formulieren, die auf die Unternehmensstrategie abgestimmt sind.

Überfrachtung mit Kennzahlen

Ein weiterer typischer Fehler ist die Überfrachtung mit zu vielen Kennzahlen. Ein Übermass an Daten kann zur Verwirrung führen und die Entscheidungsfindung belasten. Die Lösung ist eine sorgfältige Auswahl der wesentlichen Kennzahlen, die den grössten Einfluss auf die Geschäftsergebnisse haben. Unternehmen sollten sich auf die sogenannten Key Performance Indicators (KPIs) konzentrieren, die direkt mit den Unternehmenszielen in Verbindung stehen.

Mangelnde Datenintegrität

Oft wird die Qualität der Daten vernachlässigt, was zu fehlerhaften Entscheidungen führen kann. Ein hoher Standard in der Datenintegrität ist unerlässlich. Zur Korrektur sollten Unternehmen sicherstellen, dass sie über zuverlässige Datenquellen verfügen und regelmässige Datenqualitätsprüfungen durchführen. Der Einsatz von Datenmanagement-Tools kann helfen, die Datenintegrität zu gewährleisten.

Handlungsanleitung für die nächsten 14 bis 30 Tage


  1. Prüfung der aktuellen Ziele: Unternehmen sollten zunächst ihre Geschäftsziele überprüfen und sicherstellen, dass diese klar definiert und aktuell sind. Bei Bedarf ist eine Anpassung gemäss der SMART-Kriterien vorzunehmen.
  2. Überprüfung der bestehenden Kennzahlen: Eine Analyse der bestehenden Kennzahlen kann helfen, unnötige Daten zu identifizieren. Es ist ratsam, diese zu entfernen und stattdessen die Konzentration auf wesentliche KPIs zu lenken.
  3. Datenqualitäts-Check: Führen Sie eine umfassende Überprüfung der Datenquellen und der Datenintegrität durch. Schliessen Sie alle Lücken oder Inkonsistenzen, die während dieser Prüfung festgestellt werden.
  4. Schulung der Mitarbeiter: Veranstalten Sie Schulungen für Mitarbeiter, um ein gemeinsames Verständnis der wichtigsten Kennzahlen und deren Bedeutung für die Unternehmensstrategie zu fördern.
  5. Feedback-Runde einplanen: Nach der Implementierung ist es wichtig, nach einiger Zeit eine Feedback-Runde mit den Stakeholdern zu organisieren, um das Framework kontinuierlich zu verbessern.

Durch diese Schritte lassen sich viele der häufigsten Fehler vermeiden, und das Unternehmen kann ein effizientes Kennzahlen-Framework entwickeln, das fundierte Entscheidungen unterstützt und die Unternehmensziele effektiv vorantreibt.