Klare Abgrenzung von System-, Nutzer- und Tool-Rollen

Autor: Roman Mayr

Klare Abgrenzung von System-, Nutzer- und Tool-Rollen

Prompt Engineering ·

System-, User- und Tool-Rollen sauber trennen

Die saubere Trennung von System-, User- und Tool-Rollen ist eine wesentliche Praxis im Prompt Engineering, um die gewünschte Leistung aus KI-Modellen herauszuholen. Bei unklaren oder vermischten Rollen können Modelle unvorhersehbar reagieren oder ungenaue Ergebnisse liefern. Die klare Abgrenzung in diesen drei Kategorien ermöglicht es, spezifische Funktionen und Verantwortlichkeiten zu beherrschen, wodurch die Effizienz und Effektivität von KI-Anwendungen gesteigert wird.

Typische Fehler und deren Korrektur

Ein häufiger Fehler ist das Vermischen der System- und User-Rollen. Systemrollen sollten klare Anweisungen dazu geben, wie ein Modell funktionieren soll, während User-Rollen darauf fokussiert sind, spezifische Fragen oder Anforderungen zu stellen. Wenn z. B. ein User-Prompt Anweisungen enthält, die eigentlich in der Systemrolle stehen sollten, kann die KI verwirrt werden, wie sie Prioritäten setzen soll.

Um dies zu korrigieren, sollte man darauf achten, dass alle Anweisungen zur Konfiguration oder Funktionsweise des Modells ausschliesslich in der Systemrolle formuliert werden. Fragen oder spezifische Anforderungen, die von den Anwendern kommen, sollten klar von der User-Rolle ausgehen.

Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Tool-Rollen, die manchmal vernachlässigt werden, was zu unzureichender Nutzung der technischen Möglichkeiten führt. Ein Tool sollte spezifisch konfiguriert sein, um bestimmte Aufgaben zu erledigen und nicht allgemein gehalten sein.

Um dies zu korrigieren, ist es ratsam, vorab die spezifischen Anforderungen an das Tool genau zu definieren und diese Anforderungen bei der Konfiguration präzise umzusetzen.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Analyse (Tage 1-5): Überprüfen Sie bestehende Prompt-Strukturen auf mögliche Vermischungen der Rollen. Nehmen Sie eine Bestandsaufnahme aller derzeitigen Anweisungen und Anforderungen in Ihren Prozessen vor.
  2. Trennung und Neuzuordnung (Tage 6-15): Ordnen Sie alle Anweisungen und Anforderungen eindeutig den drei Rollen zu. Erstellen Sie eine klare Richtlinie, welche Art von Information in jede Rolle gehört. Dies kann durch Workshops mit Ihrem Team unterstützt werden, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten diese Richtlinien verstehen und umsetzen.
  3. Testläufe und Anpassung (Tage 16-20): Führen Sie Testläufe mit den neu zugeordneten Rollen durch. Beobachten Sie die Ergebnisse genau und passen Sie die Rollen an, wenn unerwartete Ergebnisse auftreten.
  4. Feedback und Feinabstimmung (Tage 21-30): Holen Sie Feedback von allen beteiligten Personen ein und nehmen Sie letzte Anpassungen vor. Konsolidieren Sie die gewonnenen Erfahrungen und dokumentieren Sie bewährte Verfahren, um sie für zukünftige Projekte zu nutzen.

Durch die strikte Trennung und richtige Zuweisung von System-, User- und Tool-Rollen schaffen Sie nicht nur Klarheit, sondern gewährleisten auch, dass Ihre KI-Lösungen effizienter arbeiten und besser an die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Organisation angepasst sind.