
Kluge Kanalauswahl bei Veränderungen
Die kluge Wahl der Kanäle in der Change-Kommunikation
In der Change-Kommunikation entscheidet die Auswahl der Kommunikationskanäle massgeblich über den Erfolg oder Misserfolg des Veränderungsprozesses. Das richtige Zusammenspiel verschiedener Kanäle ist entscheidend, um Informationen effektiv zu verbreiten, Verständnis zu fördern und Akzeptanz bei den Mitarbeitenden zu schaffen.
Typische Fehler in der Kanalauswahl
Einer der häufigsten Fehler besteht darin, sich ausschliesslich auf digitale Kanäle zu verlassen. Während E-Mails, Intranets und digitale Plattformen nützlich sind, fehlt ihnen oft die persönliche Note, die für das Vertrauen und die Motivation der Mitarbeitenden entscheidend ist. Ein reiner Fokus auf digitale Kanäle kann daher zur Folge haben, dass wichtige Botschaften übersehen oder gefühllos wahrgenommen werden.
Ein weiterer typischer Fehler ist die fehlende Abstimmung der Kommunikationskanäle mit der Zielgruppe. Unterschiedliche Mitarbeitende bevorzugen unterschiedliche Kanäle, sei es aufgrund generationaler Unterschiede oder aufgrund individueller Kommunikationsvorlieben. Die einheitliche Nutzung eines Kanals für alle kann dazu führen, dass bestimmte Gruppen nicht erreicht werden oder sich ausgeschlossen fühlen.
Schliesslich wird oft der Fehler gemacht, die Rückmeldungskanäle zu vernachlässigen. Change-Kommunikation sollte keine Einbahnstrasse sein. Wenn nur gesendet, aber nicht auf Rückmeldungen geachtet wird, können Unzufriedenheit und Widerstand entstehen, die den Veränderungsprozess erheblich bremsen können.
Korrektur dieser Fehler
Um den ersten Fehler zu korrigieren, empfiehlt es sich, eine Mischung aus digitalen und analogen Kanälen zu nutzen. Neben digitalen Kommunikationsmitteln sollten persönliche Meetings, Workshops und persönliche Gespräche eingebaut werden, die den zwischenmenschlichen Austausch fördern und emotionale Bindungen stärken.
Zur Korrektur der unzureichenden Abstimmung auf die Zielgruppe ist eine gezielte Analyse der Kommunikationsvorlieben der Mitarbeitenden notwendig. Dies kann durch Umfragen oder informelle Gespräche erfolgen. Basierend auf den Ergebnissen sollte dann eine differenzierte Kanalauswahl erfolgen, die jedem Mitarbeitenden den Zugang zu wichtigen Informationen ermöglicht.
Um die Vernachlässigung der Rückmeldungskanäle zu adressieren, ist die Einrichtung von Feedback-Mechanismen notwendig. Hierzu können Feedback-Formulare, regelmässige Feedback-Sitzungen oder eine offene Tür-Politik des Managements dienen. Wichtig ist, dass das Feedback zeitnah ausgewertet und bei der weiteren Planung berücksichtigt wird.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Analysephase (1-7 Tage): Führen Sie eine kurze Umfrage unter Ihren Mitarbeitenden durch, um deren bevorzugte Kommunikationskanäle zu ermitteln. Sammeln Sie gleichzeitig erste Rückmeldungen über bisherige Kommunikationspraktiken im Unternehmen.
- Planungsphase (8-14 Tage): Entwickeln Sie basierend auf den Umfrageergebnissen einen Kommunikationsplan, der sowohl digitale als auch persönliche Kanäle umfasst. Stellen Sie sicher, dass jeder Kanal spezifische Zielgruppen und Botschaften adressiert.
- Umsetzungsphase (15-30 Tage): Beginnen Sie mit der Einführung des neuen Kanalmixes. Organisieren Sie erste persönliche Meetings oder Workshops und testen Sie die Rückmeldesysteme. Überwachen Sie die Wirksamkeit durch Feedback-Schleifen und passen Sie die Strategie bei Bedarf an.
Durch eine durchdachte Auswahl und Kombination der Kommunikationskanäle können Sie sicherstellen, dass Ihre Change-Kommunikation effektiv, umfassend und zielgerichtet erfolgt.