Kommunikation im Wandel optimieren

Autor: Roman Mayr

Kommunikation im Wandel optimieren

Change Management ·

Widerstände im Change Management entschärfen

Widerstände bei Veränderungsprozessen sind in jedem Unternehmen, einschliesslich Schweizer KMU, eine natürliche Reaktion. Diese können den Erfolg von Change-Projekten jedoch erheblich gefährden. Die Kernaussage ist: Durch die richtige Vorbereitung und Kommunikation können Widerstände minimiert und ein reibungsloser Übergang gewährleistet werden.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Mangelnde Kommunikation
Ein häufig begangener Fehler ist die unzureichende Kommunikation des Veränderungsprozesses. Oft wird davon ausgegangen, dass die Mitarbeitenden den Wandel mit minimalen Informationen akzeptieren. Dies führt zu Unsicherheiten und Misstrauen.
Korrektur: Eine transparente und kontinuierliche Kommunikation ist entscheidend. Informieren Sie die Belegschaft frühzeitig und regelmäßig über die Gründe, Ziele und erwarteten Auswirkungen der Veränderungen. Nutzen Sie verschiedene Kommunikationskanäle, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden erreicht werden.
  1. Unzureichende Einbindung der Mitarbeitenden
Die Mitarbeitenden nur als passive Empfänger der Veränderung zu betrachten, ist ein weiterer Fehler. Ohne Mitwirkung fehlt das Verständnis für die Notwendigkeit des Wandels, was zu Widerstand führen kann.
Korrektur: Integrieren Sie die Mitarbeitenden aktiv in den Veränderungsprozess. Schaffen Sie Plattformen für Feedback und Anregungen und beziehen Sie Mitarbeitende, wo möglich, aktiv in die Planungsphase mit ein. Dies fördert ein Gefühl der Mitverantwortung und steigert die Akzeptanz.
  1. Ignorieren von Unternehmenskultur
Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung der bestehenden Unternehmenskultur. Die Einführung von Änderungen, die im Widerspruch zur Kultur stehen, stösst auf erheblichen Widerstand.
Korrektur: Analysieren Sie die bestehende Unternehmenskultur gründlich und gestalten Sie die Veränderung so, dass sie mit den kulturellen Werten des Unternehmens im Einklang steht. Wo notwendig, planen Sie schrittweise Anpassungen der Kultur mit ein.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analysephase (1–7 Tage)
Erfassen Sie den Status quo hinsichtlich der erwarteten Widerstände. Identifizieren Sie Schlüsselpersonen in jedem Team, die potenziell eine Vorbildfunktion übernehmen können.
  1. Kommunikationsplan erstellen (1–7 Tage)
Entwickeln Sie einen Kommunikationsplan, der klare, transparente und umfassende Informationen vorsieht. Planen Sie regelmässige Update-Meetings und Informationsschreiben ein.
  1. Feedback- und Beteiligungsmöglichkeiten schaffen (7–14 Tage)
Richten Sie Kanäle ein, über die Mitarbeitende Feedback geben und Vorschläge einbringen können. Planen Sie Workshops und Diskussionsrunden, um Ängste und Bedenken offen anzusprechen und zu bearbeiten.
  1. Umsetzung initialer Massnahmen (15–30 Tage)
Beginnen Sie mit der Umsetzung kleinerer Änderungen, die schnellen Erfolg zeigen und die Akzeptanz fördern. Starten Sie alle Aktivitäten wie geplant und evaluieren Sie regelmässig die Reaktionen darauf.

Durch systematisches Vorgehen in der Überwindung von Widerständen und gezielte Massnahmen kann das Risiko von Change-Vorhaben gesenkt und die Erfolgsaussichten erhöht werden.