Kontinuitätssicherung durch Unternehmensresilienz

Autor: Roman Mayr

Kontinuitätssicherung durch Unternehmensresilienz

Business Continuity ·

Resilienz in Unternehmen: Der Schlüssel zur erfolgreichen Business Continuity

Der Aufbau von Resilienz ist für KMUs ein entscheidender Faktor zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität in turbulenten Zeiten. Resilienz, verstanden als Fähigkeit eines Unternehmens, auf Widrigkeiten zu reagieren und diese zu bewältigen, minimiert Risiken und sichert den Fortbestand auch in Krisensituationen. Dieser Artikel beleuchtet typische Fehler im Aufbau von Resilienz und gibt konkrete Anweisungen zur Verbesserung über die nächsten 14 bis 30 Tage.

Typische Fehler beim Aufbau von Resilienz

Ein häufig beobachteter Fehler ist die unzureichende Risikobewertung. Oftmals werden nur offensichtliche Bedrohungen berücksichtigt, während weniger offensichtliche, aber potenziell ebenso relevante Risiken ignoriert werden. Dies führt zu unvollständigen oder unzureichenden Resilienzstrategien. Abhilfe schafft eine regelmässige, umfassende Risikobewertung, die sowohl interne als auch externe Bedrohungen einbezieht.

Ein weiterer verbreiteter Fehler ist der Mangel an Kommunikation und Koordination innerhalb des Unternehmens. Resilienz erfordert ein Bewusstsein und Verständnis bei allen Mitarbeitenden. Häufig bleibt die Verantwortung jedoch auf die Führungskräfte beschränkt. Eine klare, regelmässige Kommunikation über Risiken und entsprechende Massnahmen im gesamten Unternehmen ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass alle Ebenen des Unternehmens bei der Resilienzentwicklung mitwirken.

Schliesslich unterschätzen manche KMUs die Bedeutung der Prozessdokumentation. Ohne detaillierte Prozessdokumentation fehlt es an Klarheit über kritische Unternehmensprozesse, was im Krisenfall die Reaktion erheblich behindern kann. Abhilfe schafft die systematische Dokumentation und Überprüfung aller wesentlichen Geschäftsvorgänge.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

Tag 1-7: Beginnen Sie mit einer umfassenden Risikobewertung. Taskforces oder externe Berater können hinzugezogen werden, um eine objektive Sichtweise zu gewährleisten. Dokumentieren Sie alle identifizierten Risiken und priorisieren Sie diese nach ihrer Wahrscheinlichkeit und ihrem potenziellen Impact auf das Geschäft.

Tag 8-14: Entwickeln Sie basierend auf den Ergebnissen der Risikobewertung Massnahmen zur Risikominderung. Dazu gehören auch Alternativpläne für kritische Geschäftsbereiche. Stellen Sie sicher, dass für jede identifizierte Bedrohung konkrete Schritte und Verantwortlichkeiten zugewiesen werden.

Tag 15-21: Implementieren Sie ein fortlaufendes Schulungsprogramm für alle Mitarbeitenden, um das Bewusstsein für Resilienz und die Rolle jedes Einzelnen im Krisenfall zu stärken. Planen Sie regelmässige Informationsveranstaltungen, in denen aktuelle Risiken und allgemeine Massnahmen kommuniziert werden.

Tag 22-30: Dokumentieren und überprüfen Sie die kritischen Geschäftsprozesse. Stellen Sie sicher, dass diese Dokumente zugänglich und aktuell sind. Testen Sie die erstellten Alternativpläne in einem kleinen Rahmen, um deren Effektivität und Koordination zu überprüfen.

Durch die systematische Entwicklung von Resilienz innerhalb eines 30-Tage-Zeitrahmens verbessern Unternehmen ihre Kapazität, unerwarteten Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, und sichern somit ihre Geschäftskontinuität auch in der Zukunft.