
Kostenkontrolle in der Cloud-Infrastruktur sichern
Um die Kosten der Cloud-Infrastruktur im Griff zu behalten, ist eine strukturierte Herangehensweise unerlässlich. Diese beginnt mit der detaillierten Kenntnis der eigenen Bedürfnisse und setzt sich in einer planvollen Verwaltung der genutzten Ressourcen fort. Die häufigsten Fehler in diesem Bereich könnten leicht vermieden werden, wenn einige grundlegende Prinzipien beachtet würden.
Fehler 1: Fehlende Kapazitätsplanung
Viele Unternehmen gehen den Weg in die Cloud, ohne eine klare Vorstellung davon zu haben, welche Ressourcen tatsächlich benötigt werden. Dies führt oft zu überdimensionierten Infrastrukturen, die unnötige Kosten verursachen. Korrektur: Führen Sie eine gründliche Analyse der aktuellen und zukünftigen Anforderungen durch. Dies kann durch eine sorgfältige Überprüfung der vergangenen Nutzungsmuster sowie durch die Einbeziehung der Prognosen für das künftige Geschäftswachstum geschehen. Stellen Sie sicher, dass die Kapazitäten flexibel anpassbar sind, um den realen Anforderungen dynamisch gerecht zu werden.
Fehler 2: Unkontrollierte Datenbereitstellung
Ein weiterer typischer Fehler ist die unkontrollierte Bereitstellung von Daten und Anwendungen. Oft werden zusätzliche Dienste aktiviert, ohne dass eine Notwendigkeit besteht oder sie vorübergehend getestet werden. Diese Praktiken summieren sich und spiegeln sich schliesslich in unerwartet hohen Rechnungen wider. Korrektur: Implementieren Sie ein robustes Überwachungssystem, das in der Lage ist, alle aktiven Ressourcen zu identifizieren und zu bewerten. Nutzen Sie Automatisierungstools, um unnötige Instanzen automatisch zu beenden und Ressourcen in unterausgelasteten Zeiten herunterzufahren.
Fehler 3: Keine Kostentransparenz
Ein unterschätztes Problem ist die fehlende Kostentransparenz innerhalb der Organisation. Oft wissen die einzelnen Abteilungen nicht, wie sich ihre Nutzung der Cloud-Ressourcen auf die Gesamtkosten auswirkt. Korrektur: Etablieren Sie ein zentrales Dashboard, das den Ressourcenkonsum und die jeweiligen Kosten aufschlüsselt. Die Abteilungen sollten regelmässige Reports erhalten, damit sie ihren Beitrag zu den Gesamtkosten nachvollziehen können. Klare KPIs bezüglich Kostenkontrolle sollten Bestandteil der Zielvereinbarungen sein.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
- Kapazitäts-Workshop: In der ersten Woche organisieren Sie einen internen Workshop, bei dem technische und operative Teams die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse evaluieren. Ziel ist es, Überkapazitäten zu identifizieren und anzupassen.
- Monitoring-System einrichten: Implementieren oder optimieren Sie ein bestehendes Monitoring-System bis zum Ende der zweiten Woche. Sicherstellen, dass alle Teams geschult werden, um dieses effektiv zu nutzen.
- Dashboards erstellen: Entwicklungs- und Finanzteams sollten in den Wochen drei und vier zusammenarbeiten, um ein Reporting-Dashboard einzurichten. Verfügbar sollten Echtzeitdaten wie auch historische Kostenberichte sein. Berichte sollten spätestens nach der vierten Woche an alle relevanten Stakeholder verteilt werden.
- Feedback-Runde einplanen: Planen Sie zum Ende der 30 Tage ein Meeting ein, um Ihr System zu überprüfen und weitere Schritte zur Optimierung der Resourcennutzung festzulegen.
Durch diese strukturierten Massnahmen können Unternehmen die Kontrolle über ihre Cloud-Infrastruktur-Kosten effizienter und nachhaltiger gestalten.