Kostenkontrolle in der Cloud-Infrastruktur sicherstellen

Autor: Roman Mayr

Kostenkontrolle in der Cloud-Infrastruktur sicherstellen

Cloud-Infrastruktur ·

Unternehmen jeder Grösse streben im Umgang mit Cloud-Infrastrukturen nach Kosteneffizienz. Eine präzise Kostenkontrolle kann jedoch ohne sorgfältige Planung eine Herausforderung darstellen. Häufige Fehler bei der Verwaltung von Cloud-Ausgaben können vermieden werden, wenn Unternehmen sich frühzeitig mit den richtigen Strategien vertraut machen.

Fehler 1: Fehlende Übersicht über die Ressourcen

Ein häufiges Versäumnis besteht darin, dass Unternehmen keine vollständige Übersicht über ihre genutzten Ressourcen haben. Dies führt oft zu ungenutzten oder untergenutzten Kapazitäten, die dennoch Kosten verursachen. Unternehmen sollten daher regelmässige Audits ihrer Cloud-Infrastruktur durchführen. Eine Möglichkeit ist die Einrichtung eines Dashboards, das alle Ressourcen und deren Nutzungsgrad in Echtzeit anzeigt. Dies fördert die Transparenz und ermöglicht es, schnell auf sich ändernde Bedürfnisse zu reagieren.

Fehler 2: Unzureichende Optimierung von Instanzen

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Optimierung der genutzten Instanzen. Oftmals werden Instanzen mit zu viel Kapazität gemietet, die dann nur teilweise genutzt werden. Um dies zu vermeiden, sollten Unternehmen regelmässig die Arbeitslasten analysieren und die Instanzen entsprechend anpassen. Die Nutzung von Reserved Instances kann ebenfalls helfen, die Kosten zu senken, da diese in der Regel günstiger sind als On-Demand-Instanzen.

Fehler 3: Fehlende Automatisierungsprozesse

Ohne Automatisierung ist es leicht, die Kontrolle über die Cloud-Ausgaben zu verlieren. Automatisierte Skalierung und Abschaltung nicht genutzter Ressourcen können helfen, unnötige Ausgaben zu reduzieren. Unternehmen sollten daher in Automatisierungstools investieren, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dies ermöglicht es, die Cloud-Ressourcen flexibel an den aktuellen Bedarf anzupassen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Erste Woche: Führen Sie eine vollständige Bestandsaufnahme Ihrer Cloud-Ressourcen durch. Identifizieren Sie ungenutzte und überdimensionierte Instanzen. Erstellen Sie ein Dashboard zur kontinuierlichen Überwachung der Ressourcennutzung.
  2. Zweite Woche: Analysieren Sie die Workload-Profile und optimieren Sie Ihre Instanzen entsprechend. Prüfen Sie die Möglichkeit des Einsatzes von Reserved Instances, um langfristig Kosten zu sparen.
  3. Dritte und vierte Woche: Implementieren Sie Automatisierungstools zur Ressourcenskalierung und zur Abschaltung nicht genutzter Instanzen. Schulen Sie Ihr IT-Personal im Umgang mit diesen Tools, um deren effektive Nutzung sicherzustellen.

Durch die Umsetzung dieser Massnahmen innerhalb von 30 Tagen kann Ihr Unternehmen signifikante Kosteneinsparungen realisieren und gleichzeitig die Effizienz der Cloud-Infrastruktur verbessern.