Krisenmanagement im Unternehmen optimieren

Autor: Roman Mayr

Krisenmanagement im Unternehmen optimieren

Business Continuity ·

Im Geschäftsleben ist die Stetigkeit des Betriebes essenziell, sodass passende Krisenpläne zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität nicht vernachlässigt werden dürfen. Ein solider Krisenplan schützt Unternehmen vor unvorhergesehenen Störungen und minimiert deren potenzielle Auswirkungen.

Typische Fehler bei der Erstellung von Krisenplänen


Ein häufiger Fehler ist die Vernachlässigung regelmässiger Aktualisierungen der Krisenpläne. Technologische Fortschritte und betriebliche Veränderungen können relevante Parameter beeinflussen. Ein veralteter Plan könnte während einer Krise nutzlos sein. Um dies zu vermeiden, sollte mindestens einmal jährlich – oder bei wesentlichen betrieblichen Änderungen – eine Überprüfung und Anpassung des Plans erfolgen.

Ein weiterer Fehler besteht in der Unklarheit der Verantwortlichkeiten. Oft werden Aufgaben im Krisenmanagement nicht eindeutig zugeordnet, was zu Verwirrung und Zeitverlust im Ernstfall führt. Klar definierte Rollen und Verantwortlichkeiten sollten daher in jedem Plan enthalten sein. Eine Kontaktliste mit klaren Zuständigkeiten hilft, Aufgaben schnell und effizient zu verteilen.

Ein dritter Fehler liegt im unzureichenden Testen der Krisenpläne. Viele Unternehmen erstellen zwar Pläne, unterziehen sie jedoch nie einer praktischen Prüfung. Ungetestete Pläne können in der Realität schwerwiegende Mängel aufweisen. Regelmässige Übungen helfen, Schwachstellen zu identifizieren und Anpassungen vorzunehmen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Bestandsaufnahme der aktuellen Pläne: Nehmen Sie sich die ersten sieben Tage, um bestehende Krisenpläne zu sichten und ihren Aktualisierungsbedarf zu bewerten. Identifizieren Sie, welche betrieblichen und technologischen Veränderungen seit der letzten Überprüfung stattgefunden haben.
  2. Verantwortlichkeiten klären: Über die nächsten sieben Tage sollten klare Rollen im Krisenfall definiert werden. Erstellen Sie eine aktualisierte Kontaktliste aller Beteiligten und stellen Sie sicher, dass diese Liste für alle zugänglich und auf dem neuesten Stand ist.
  3. Simulation eines Krisenszenarios: Planen und organisieren Sie innerhalb der folgenden zwei Wochen eine Übung, um den Plan zu testen. Diese Simulation sollte realitätsnah gestaltet werden, um die Effektivität des Plans zu evaluieren und eventuelle Lücken zu identifizieren.
  4. Nachbereitung und Anpassung: Reservieren Sie die letzten Tage des Monats für die Auswertung der Übungsergebnisse. Identifizieren Sie Verbesserungsmöglichkeiten und aktualisieren Sie den Krisenplan entsprechend. Stellen Sie den angepassten Plan allen relevanten Mitarbeitenden bereit und bieten Sie, falls erforderlich, Schulungs- oder Informationsveranstaltungen an.

Durch die gezielte Bearbeitung dieser Schritte sichern Sie Ihr Unternehmen besser gegen Krisen ab und steigern die Fähigkeit zur schnellen Reaktion bei unvorhergesehenen Ereignissen.