Künstliche Intelligenz: Datenschutz & Governance

Autor: Roman Mayr

Künstliche Intelligenz: Datenschutz & Governance

Künstliche Intelligenz ·

Künstliche Intelligenz im Kontext von Datenschutz

Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, viele Geschäftsprozesse zu optimieren und wertvolle Einblicke in die Datenanalyse zu bieten. Dennoch wirft ihre Implementierung in Unternehmen wichtige Fragen im Bereich des Datenschutzes auf. In der Schweiz, wie auch in der gesamten EU, spielen Datenschutzbestimmungen, insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), eine entscheidende Rolle. Unternehmen müssen sicherstellen, dass personenbezogene Daten in ihren KI-Anwendungen sowohl erhoben, verarbeitet als auch gespeichert werden, ohne die Rechte der betroffenen Personen zu verletzen.

KI-Systeme verarbeiten oft grosse Datenmengen, um präzise und zuverlässige Ergebnisse zu erzielen. Dabei besteht die Herausforderung darin, sicherzustellen, dass diese Systeme keine unrechtmässigen Rückschlüsse auf Einzelpersonen ziehen oder Diskriminierungen begünstigen. Ein datenschutzorientiertes Design bei der Entwicklung von KI-Anwendungen kann dazu beitragen, Risiken zu minimieren.

Governance von KI-Systemen

Governance im Bereich der KI bedeutet, dass Unternehmen Richtlinien und Prozesse etablieren, um den Einsatz von KI-Systemen zu überwachen und zu steuern. Diese Governance sollte klare Verantwortlichkeiten definieren und sicherstellen, dass die eingesetzten KI-Systeme den ethischen und rechtlichen Standards entsprechen. In der Praxis bedeutet dies, dass Unternehmen etwaige automatisierte Entscheidungsprozesse regelmässig überprüfen und mögliche Vorurteile in den Algorithmen identifizieren müssen.

Ein effektives Governance-Framework sollte zudem Transparenz über die Funktionsweise von KI-Systemen herstellen. Dazu gehört auch, dass Unternehmen in der Lage sind, ihren Kunden und Partnern auf verständliche Weise zu erklären, wie Entscheidungen durch KI getroffen werden. Transparenz schafft Vertrauen und kann helfen, Missverständnisse und Bedenken abzubauen.

Praxisbezogene Umsetzung

Um den Praxisnutzen von KI im Einklang mit Datenschutz und Governance zu maximieren, können Schweizer KMU einige Massnahmen ergreifen. Zum einen sollten sie auf datenschutzfreundliche Technologien setzen, die es ermöglichen, personenbezogene Daten zu verarbeiten, ohne individuelle Informationen preiszugeben. Dies kann beispielsweise durch Anonymisierung oder Pseudonymisierung erreicht werden.

Zum anderen ist es entscheidend, das Personal regelmässig im Umgang mit KI-Systemen und den damit verbundenen Datenschutzanforderungen zu schulen. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeitenden ein Bewusstsein für die Wichtigkeit von Datenschutz und ethischer Governance haben.

Abschliessend lässt sich sagen, dass Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen, proaktiv Massnahmen ergreifen müssen, um den Datenschutz zu gewährleisten und für eine verantwortungsvolle Nutzung der Technologien zu sorgen. Dies schafft nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern trägt auch dazu bei, das Vertrauen von Kunden und Partnern zu stärken.