
LLM-Sicherheit & Governance: Policy-Framework und Audit
Die Implementierung eines soliden Policy-Frameworks und regelmässiger Audits ist entscheidend für die Sicherheit und Governance von Language-Model-Management-Systemen (LLMs). Ohne klare Richtlinien und regelmässige Überprüfungen können Sicherheitslücken entstehen und regulatorische Anforderungen unerfüllt bleiben. Dieser Artikel befasst sich mit typischen Fehlern und gibt konkrete Empfehlungen zur Optimierung dieser Prozesse.
Typische Fehler und deren Korrektur
Ein häufiger Fehler besteht darin, Policies zu oberflächlich zu formulieren. Oft werden Richtlinien erstellt, ohne spezifische Anwendungsfälle oder die dynamischen Fähigkeiten von LLMs zu berücksichtigen. Dies führt dazu, dass sie entweder zu allgemein oder zu restriktiv und unflexibel sind. Die Korrektur besteht darin, eine detaillierte Analyse der bisherigen Nutzung und der spezifischen Anforderungen der jeweiligen Organisation durchzuführen, bevor Richtlinien formuliert werden. Dabei hilft es, interdisziplinäre Teams einzubeziehen, die sowohl technisches als auch rechtliches Know-how mitbringen.
Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung von Audits oder deren unzureichende Durchführung. Viele Organisationen führen Audits selten oder nur oberflächlich durch, was potenzielle Risiken nicht rechtzeitig aufdeckt. Abhilfe schafft ein proaktiver Ansatz, der regelmässige und umfassende Audits vorsieht. Dies sollte die Validierung von LLM-Outputs, die Überprüfung von Datenquellen und die Sicherstellung der Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen umfassen.
Ein dritter häufiger Fehler ist die unzureichende Kommunikation der Richtlinien innerhalb der Organisation. Häufig werden Policies zwar erstellt, aber nicht effektiv an alle relevanten Mitarbeiter kommuniziert, was zu Nichtbefolgung oder Missverständnissen führt. Eine Lösung besteht darin, strukturierte Schulungen und regelmässige Updates zu den Policies durchzuführen. Mitarbeitende sollten zudem die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und Feedback zu geben, um die kontinuierliche Verbesserung der Richtlinien zu fördern.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
In den ersten 14 Tagen sollten Unternehmen eine umfassende Überprüfung ihrer bestehenden Rahmenwerke und Auditroutinen vornehmen. Diese Analyse sollte Schwachstellen in der bestehenden Governance-Struktur identifizieren und eine Anpassung der Policy-Dokumente vorschlagen. Relevante Stakeholder sollten in diesen Prozess einbezogen werden, um sicherzustellen, dass alle Aspekte abgedeckt sind.
Im Anschluss daran sollten Unternehmen in den nächsten 16 Tagen mit der Implementierung der überarbeiteten Policies beginnen. Dies beinhaltet die Überarbeitung von Dokumenten, die Entwicklung eines Schulungsplans für Mitarbeitende und das Festlegen eines klaren Auditzwecks und -umfangs. Zudem sollten Pilot-Audits in einem begrenzten Umfang durchgeführt werden, um den Erfolg und die Praktikabilität der neuen Richtlinien zu testen.
Durch schnelles Handeln und klare Kommunikation können Schweizer KMUs die Sicherheit und Effektivität ihrer LLMs entscheidend verbessern.