
Mehr Durchblick im Lieferketten-Management
Erhöhung der Transparenz in der Lieferkette: Ein Muss für KMU
Die Transparenz in der Lieferkette ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von entscheidender Bedeutung, um Effizienzen zu steigern und Risiken zu mindern. Eine klare und nachvollziehbare Übersicht über alle Schritte und Prozesse ermöglicht es, Engpässe frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Dennoch kämpfen viele Unternehmen mit intransparenten Abläufen, was erhebliche Nachteile mit sich bringen kann.
Typische Fehler und deren Korrektur
Ein weit verbreiteter Fehler ist die Nutzung von nicht integrierten IT-Systemen. Oft setzen KMU eine Vielzahl von Softwarelösungen für unterschiedliche Aufgaben ein, die dann meist nicht nahtlos miteinander kommunizieren können. Dies führt zu Insellösungen, die den Informationsfluss hemmen. Die Lösung liegt in der Implementierung eines integrierten ERP-Systems, welches sämtliche Daten und Prozesse zentral erfasst und zugänglich macht. Dadurch wird eine einheitliche Sicht auf die gesamte Lieferkette ermöglicht.
Ein weiterer Fehler ist das Fehlen klar definierter KPI (Key Performance Indicators) für die Lieferkette. Ohne messbare Ziele bleibt es schwierig, den Leistungsstand zu analysieren und Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen. Unternehmen sollten daher spezifische KPI entwickeln, die eng mit den Geschäftszielen verknüpft sind. Dazu gehören beispielsweise Lieferzeiten, Auftragsgenauigkeit und Bestandsgenauigkeit. Der regelmässige Abgleich dieser Kennzahlen mit den Zielvorgaben schafft die Grundlage für fundierte Entscheidungen und Optimierungen.
Ein dritter häufiger Fehler besteht darin, dass die Kommunikation mit Lieferanten und Partnern nicht strukturiert abläuft. Fehlende Transparenz in dieser Hinsicht kann dazu führen, dass wichtige Informationen verzögert oder gar nicht ankommen. Eine verbesserte und regelmässige Kommunikation, etwa durch ein standardisiertes Informationssystem oder regelmässige Meetings, sorgt dafür, dass alle Beteiligten stets auf dem neuesten Stand sind und frühzeitig reagieren können.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
In den kommenden 14–30 Tagen sollten KMU folgende Schritte unternehmen, um die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen:
- Bestandsaufnahme der aktuellen Systeme: Analysieren Sie bestehende IT-Systeme und identifizieren Sie mögliche Insellösungen. Erstellen Sie einen Plan zur Integration in ein zentrales System, falls notwendig.
- Festlegung von relevanten KPI: Definieren Sie spezifische Kennzahlen, die für Ihre Lieferkette relevant sind. Beginnen Sie mit der Sammlung von Daten, die zur Berechnung dieser KPI nötig sind, und evaluieren Sie den aktuellen Status.
- Optimierung der Kommunikation: Entwickeln Sie einen Kommunikationsplan mit klaren Strukturen und Verantwortlichkeiten. Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Mitarbeiter und Partner Zugang zu den notwendigen Informationen haben.
Durch diese Massnahmen können KMU in kurzer Zeit eine spürbare Verbesserung der Transparenz erzielen, was langfristig zu effizienteren Abläufen und einer stärkeren Position im Wettbewerb führen kann.