
Microservices: Fundamente des modernen IT-Designs
Microservices entwerfen: Eine strukturierte Vorgehensweise
Die Microservices-Architektur erfreut sich zunehmender Beliebtheit, da sie es ermöglicht, Applikationen in Form von kleinen, unabhängigen Diensten zu entwickeln, die kommunizieren und gemeinsam komplexe Systeme bilden können. Für Unternehmen mit agilen Entwicklungsprozessen bieten Microservices eine erhöhte Flexibilität und Skalierbarkeit. Der Entwurf solcher Dienste erfordert jedoch eine sorgfältige Planung, um typische Fallstricke zu vermeiden.
Typischer Fehler: Falsche Granularität der Dienste
Einer der häufigsten Fehler beim Entwerfen von Microservices ist die falsche Wahl der Granularität. Dienste, die zu umfangreich angelegt sind, führen zu Problemen, die man mit Monolithen zu vermeiden sucht – insbesondere zu schwerfälliger Wartung und Skalierung. Andererseits können zu eng gefasste Dienste eine übermässige Kommunikationslast erzeugen und die Komplexität der Orchestrierung erhöhen.
Lösung: Beginnen Sie mit einem stark cohärenten Geschäftsprozess als Ausgangspunkt für einen einzelnen Microservice. Überlegen Sie, welche Daten und Operationen zwingend zusammengehören, und strukturieren Sie die Dienste um diese Prozesse. Eine regelmässige Überprüfung und Anpassung der Granularität sollte Teil des iterativen Entwicklungsprozesses sein.
Typischer Fehler: Fehlende klare Schnittstellen
Ein weiteres häufiges Problem ist die Unklarheit oder Inkonsequenz bei der Definition der Schnittstellen zwischen den Diensten. Unsaubere oder unvollständige Schnittstellen können die Interoperabilität zwischen den Microservices erschweren und die Systemintegrität gefährden.
Lösung: Dokumentieren Sie gründlich die APIs jedes Service mit klar definierten Verträgen, die die Datenstrukturen und erwarteten Endpunkte detaillieren. Verwenden Sie standardisierte Protokolle und etablieren Sie eine API-Governance, um eine kohärente und zuverlässige Kommunikation zwischen den Diensten zu garantieren.
Typischer Fehler: Unzureichendes Monitoring und Logging
Oftmals wird das Monitoring und Logging in der Microservices-Architektur vernachlässigt. Ohne adäquate Überwachungsmechanismen können Probleme schwer zu identifizieren und zu beheben sein, besonders in komplexen Architekturen.
Lösung: Implementieren Sie systematisches Monitoring und Logging als integralen Bestandteil Ihrer Architektur. Nutzen Sie zentralisierte und korrelierte Logs, um Transaktionen über Dienstgrenzen hinweg nachverfolgen zu können. Tools wie Prometheus oder ELK-Stack können hierbei wertvolle Dienste leisten, um die Leistung und die Zustandsüberwachung der Dienste sicherzustellen.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Analysephase (Tag 1–7): Evaluieren Sie bestehende Systeme und identifizieren Sie mögliche Geschäftsprozesse, die in Microservices umgewandelt werden können. Achten Sie auf die Kohärenz innerhalb einzelner Dienste.
- Entwurf und Dokumentation (Tag 8–14): Entwerfen Sie erste Microservices mit klar definierten Aufgaben und dokumentierten Schnittstellen. Sorgen Sie dafür, dass API-Verträge klar und präzise dokumentiert sind.
- Implementierung und Test (Tag 15–21): Beginnen Sie mit der Implementierung basierend auf dem erstellten Design und führen Sie erste Integrationstests durch. Achten Sie dabei auf korrekte Funktionalität und Schnittstellenabstimmungen.
- Überwachungseinführung (Tag 22–30): Führen Sie Monitoring- und Logging-Tools ein und lassen Sie erste Überwachungsprotokolle generieren. Überprüfen Sie deren Effektivität und Feinabstimmung der Protokollierung für den Echtzeitbetrieb.
Durch die schrittweise Umsetzung dieser Massnahmen sind Sie auf dem Weg zu einer soliden Microservices-Architektur, die nicht nur funktionell robust, sondern auch nachhaltig ist.