Mitarbeiterzufriedenheit: Feedbackkultur stärken

Autor: Roman Mayr

Mitarbeiterzufriedenheit: Feedbackkultur stärken

Mitarbeiterzufriedenheit ·

Feedbackkultur in KMU systematisch stärken

Eine gesunde Feedbackkultur ist entscheidend für die Mitarbeiterzufriedenheit und trägt massgeblich zum Erfolg von KMU bei. Transparente und konstruktive Rückmeldungen fördern nicht nur die individuelle Entwicklung der Mitarbeitenden, sondern stärken auch das Vertrauen im gesamten Team. Wie kann man jedoch sicherstellen, dass Feedback wirklich effektiv und positiv wahrgenommen wird?

Typische Fehler in der Feedbackkultur

Erster typischer Fehler ist unregelmässiges Feedback. In vielen Unternehmen wird Feedback in unregelmässigen Abständen oder nur im Rahmen jährlicher Mitarbeitergespräche gegeben. Dies führt oft dazu, dass Mitarbeitende sich in ihrer Entwicklung gehemmt fühlen und Problemfelder nicht zeitnah adressiert werden. Abhilfe kann hier die Einführung regelmässiger Feedbackrunden schaffen, bei denen sowohl formelle als auch informelle Rückmeldungen Platz finden.

Ein zweiter häufig gemachter Fehler ist die einseitige Feedbackgestaltung. Oft wird Feedback nur von Vorgesetzten an Mitarbeitende gegeben, was das Gefühl einer hierarchischen Barriere verstärken kann. Eine Lösung besteht darin, eine Kultur der offenen Kommunikation zu fördern, bei der auch Mitarbeitende aktiv Feedback zu Projekten, Prozessen oder auch Führungsverhalten geben können. Dies schafft ein Gleichgewicht und fördert die gegenseitige Wertschätzung.

Ein weiterer Fehler ist die ausschliessliche Fokussierung auf negatives Feedback. Wenn Rückmeldungen nur dann gegeben werden, wenn etwas nicht wie geplant läuft, kann dies die Motivation und das Vertrauen der Mitarbeitenden untergraben. Korrigierend wirkt hier die gleichwertige Gewichtung von positivem und konstruktivem Feedback. Es ist wichtig, Leistungen anzuerkennen und Mitarbeitende für ihre Erfolge zu loben, um eine positive Grundstimmung zu fördern.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

In den nächsten zwei bis vier Wochen kann ein Unternehmen konkrete Massnahmen ergreifen, um die Feedbackkultur nachhaltig zu verbessern:

  1. Einführung regelmässiger Feedbackzyklen: Setzen Sie wöchentliche oder zweiwöchentliche Feedbacksessions an. Halten Sie diese Termine fest im Kalender, um Regelmässigkeit zu gewährleisten.
  2. Workshops zur Feedbackkompetenz: Organisieren Sie interne Schulungen für Mitarbeitende aller Ebenen. Themen wie wertschätzende Kommunikation und aktives Zuhören sollten im Fokus stehen. Diese Workshops helfen, die notwendigen Fähigkeiten für konstruktiven Dialog zu erlernen und zu vertiefen.
  3. Einrichtung eines anonymen Feedbackkanals: Stellen Sie sicher, dass Mitarbeitende die Möglichkeit haben, anonym Feedback zu geben. Dies kann über ein einfaches Online-Tool geschehen und fördert transparente Kommunikation ohne das Risiko von persönlichen Konflikten.
  4. Vorleben durch Führungskräfte: Führungspersonen sollten während dieser Periode besonders darauf achten, Feedback zu geben und anzunehmen. Sie dienen als Vorbilder und prägen die Kultur entscheidend, indem sie Feedback als Teil des täglichen Arbeitsalltags integrieren.
  5. Evaluierung und Anpassung der Massnahmen: Nach der ersten Periode von 14 bis 30 Tagen sollte eine Evaluierung der umgesetzten Massnahmen erfolgen. Besprechen Sie Erfahrungen und ziehen Sie Rückschlüsse, ob Anpassungen notwendig sind, um die Feedbackkultur weiter zu stärken.

Durch bewusste und kontinuierliche Anstrengungen in diese Richtung kann eine nachhaltige Feedbackkultur etabliert werden, die das Betriebsklima verbessert und die Mitarbeiterzufriedenheit langfristig erhöht.