MLOps On-Prem für Edge AI erfolgreich umsetzen

Autor: Roman Mayr

MLOps On-Prem für Edge AI erfolgreich umsetzen

Edge AI & On-Prem ·

MLOps On-Prem aufsetzen: Herausforderungen und bewährte Praktiken

Für Unternehmen, die maschinelles Lernen auf ihre Infrastruktur beschränken möchten, bietet das Aufsetzen von MLOps On-Prem zahlreiche Vorteile wie Datenschutz, Kontrolle und Flexibilität. Der richtige Einsatz erfordert jedoch sorgfältige Planung und Umsetzung, um die Vorteile voll auszuschöpfen und typische Stolperfallen zu vermeiden.

Typische Fehler beim Aufsetzen von MLOps On-Prem


  1. Fehlende Infrastrukturintegration: Ein häufiger Fehler beim Einrichten von MLOps On-Prem ist die Vernachlässigung der nahtlosen Integration in die bestehende IT-Infrastruktur. Die daraus resultierenden Kompatibilitätsprobleme können zu ineffizienten Workflows und erhöhten Betriebskosten führen. Korrektur: Entwickeln Sie ein umfassendes Integrationskonzept, das sicherstellt, dass alle bestehenden Systeme, wie Datenbanken und Server, harmonisch mit der neuen MLOps-Umgebung zusammenarbeiten. Nutzen Sie offene Schnittstellen und standardisierte Protokolle zur Sicherstellung der Interoperabilität.
  2. Unzureichendes Ressourcenmanagement: Oftmals wird der Ressourcenbedarf, insbesondere im Bezug auf Rechenleistung und Speicherkapazitäten, unterschätzt, was zu einem Engpass in der Modellbereitstellung und -ausführung führen kann. Korrektur: Führen Sie eine detaillierte Bewertung des Ressourcenbedarfs durch, bevor Sie mit der Implementierung beginnen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Hardware ausreichend skalierbar ist, um wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Ziehen Sie eventuell die Einbindung von Ressourcenmanagement-Tools in Betracht, die die Auslastung in Echtzeit überwachen und optimieren können.
  3. Mangelndes Monitoring und Automatisierung: Ohne ein robustes Überwachungs- und Automatisierungssystem ist es schwierig, die Effizienz und Qualität der MLOps-Prozesse kontinuierlich zu steigern. Korrektur: Implementieren Sie eine umfassende Monitoring-Lösung, die Echtzeitdaten über Systemleistung, Modellverhalten und Nutzeraktivität erhebt. Zudem sollte ein hohes Mass an Automatisierung angestrebt werden, um wiederkehrende Aufgaben wie Datenaufbereitung und Modelltraining zu vereinfachen.

Handlungsanleitung: Erste Schritte in den kommenden Wochen

In den nächsten 14 bis 30 Tagen sollten Schweizer KMUs die folgenden Schritte umsetzen, um eine robuste MLOps On-Prem Umgebung erfolgreich aufzusetzen:

  • Woche 1–2: Infrastruktur-Planung und Bedarfsanalyse
Beginnen Sie mit einer gründlichen Analyse Ihres aktuellen IT-Ökosystems. Identifizieren Sie die bestehenden Systeme und deren Anforderungen, und ermitteln Sie, welche Anpassungen notwendig sind, um die MLOps-Infrastruktur zu integrieren. Stellen Sie sicher, dass Sie eine skalierbare Architektur wählen, die zukünftiges Wachstum unterstützt.
  • Woche 3: Werkzeugauswahl und Implementierung
Wählen Sie sorgfältig die Werkzeuge für Versionierung, Konfiguration und AWS- oder Azure-Integration aus, die Ihre MLOps-Prozesse unterstützen. Setzen Sie dabei auf erprobte, in der Industrie bewährte Werkzeuge, um Kompatibilität und langfristigen Support sicherzustellen.
  • Woche 4: Testläufe und Automatisierung
Führen Sie erste Testläufe Ihrer MLOps-Pipeline durch. Überprüfen Sie die einzelnen Prozesse auf Fehler und Ineffizienzen. Streben Sie ein hohes Mass an Automatisierung an, um manuelle Eingriffe zu minimieren. Implementieren Sie Monitoring-Systeme, um die Leistung kontinuierlich zu überwachen und anzupassen.

Durch die Beachtung dieser Schritte und das Vermeiden typischer Fehler können KMUs ihre MLOps On-Prem-Lösungen effizient und effektiv einrichten, was letztlich zu einer besseren Leistung und höherer Flexibilität führt.